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Die Wahlen sollen im Juli stattfinden

Gouverneurin von Tokyo Kioke tritt zur Wiederwahl an

In Japan stehen im nächsten Monat Wahlen an, auch in Tokyo wird neu gewählt. Die amtierende Gouverneurin, Yuriko Koike, gab am Freitag bekannt, dass sie sich zur Wiederwahl stellen werde.

Koike betonte dabei besonders, dass sie die Ausbreitung des Coronavirus und die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele weiter überwachen wolle.

Kioke tritt als unabhängige Kandidatin an

Koike deutete an, dass sie als Unabhängige ohne Unterstützung der regierenden Liberaldemokratischen Partei von Premierminister Shinzo Abe kandidieren werde und betonte, dass sie die Unterstützung der Wähler und nicht die der politischen Parteien wünsche.

Koike räumte zwar ein, dass sich Tokyo weiterhin vor dem Coronavirus in Acht nehmen müsse, sagte aber auch, dass die Wirtschaft sich wieder öffnen müsse.

„Die Unternehmen leiden. Die Wirtschaft Tokyos ist die treibende Kraft der japanischen Wirtschaft und wir müssen sie wieder in einen gesunden Zustand bringen“, sagte sie auf einer Pressekonferenz.

Wahlen sollen am 5. Juli stattfinden

Die Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem die Stadtregierung von Tokyo ihre Warnung vor einem möglichen Wiederaufflammen der Infektionen aufgehoben und damit den Weg für eine weitere Lockerung der Beschränkungen für Geschäftsaktivitäten freigemacht hatte.

Der offizielle Wahlkampf für die Gouverneurswahl beginnt am kommenden Donnerstag, die Abstimmung soll am 5. Juli stattfinden.

Koike sagte, dass sie den größten Teil ihres Wahlkampfes online führen werde und auf Reden verzichte, die große Menschenmassen anziehen und die Verbreitung des Virus riskieren könnten.

Stärkung der Rolle der Frau liegt ihr besonders am Herzen

Sie betonte die Fortschritte, die während ihrer vierjährigen Amtszeit bei der Reduzierung der verschwenderischen Ausgaben der Stadtregierung und der Stärkung der Rolle der Frau am Arbeitsplatz erzielt wurden, unter anderem durch die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten in Kindertagesstätten und Kindergärten.

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„Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus, und es ist eine Verschwendung, ihre Talente nicht zu nutzen“, sagte sie.

Zwei Konkurrenten stehen bereits fest

Die ehemalige LDP-Abgeordnete Koike arbeitete als Umwelt- und Verteidigungsministerin, bevor sie 2016 ihren Sitz im Unterhaus aufgab, um für die Gouverneurswahl in Tokyo zu kandidieren.

Sie gewann sehr deutlich, obwohl sie keine Unterstützung der LDP hatte. Während ihrer ersten vierjährigen Amtszeit hat sie bei der Vorbereitung auf die Sommerspiele, die aufgrund des COVID-19 auf nächstes Jahr verschoben wurden, das Image einer fähigen Führungspersönlichkeit gepflegt.

Zu ihren Rivalen gehören Kenji Utsunomiya, ein prominenter Anwalt und ehemaliger Chef der Japanischen Anwaltsvereinigung, und Taisuke Ono, der kürzlich als Vizegouverneur der Präfektur Kumamoto zurückgetreten ist. Beide werden von Oppositionsparteien unterstützt.

kyodo

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