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Marubeni Corp. will Männerdominanz beenden

Großes Handelsunternehmen in Japan will mehr Frauen einstellen

Unter den Führungskräften und Karriereberufen in japanischen Unternehmen sind meistens kaum Frauen zu finden. Doch es gibt allmählich ein Umdenken in einigen Branchen. Nun gab Marubeni Corp., eins von Japans führenden Handelsunternehmen bekannt, dass sie mehr Frauen einstellen wollen.

Besonderes bei Karriereberufen wird der Bereich von Männern beherrscht. Marubeni will nun ein Vorbild sein und plant bis zum Geschäftsjahr 2024 mehr Frauen aufzunehmen. Es wurde dazu versprochen, dass der Frauenanteil bis zu dem Zeitpunkt etwa die Hälfte aller Neueinstellungen für Karrierejobs ausmachen soll. Sie sagten dabei ganz direkt, dass sie der von Männern dominierten Belegschaft ein Ende setzen wollen.

Auch Frauen sind fürs Geschäft wichtig

Besonderes der Unterthemenpräsident Masumi Kakinoki hatte klare Worte zu den Zielen von Marubeni. Es sei wichtig aus einer homogenen Gruppe an Männern auszusteigen, um das Unternehmen flexibler auf Änderungen im Geschäftsumfeld zu machen.

Mehr zum Thema:  Japans Ziel der Geschlechtergleichstellung wird noch Jahre dauern

Auslöser der Überarbeitung der Einstellungspolitik war der wachsende Zweifel daran, dass das Unternehmen soziale Herausforderungen nicht mehr lösen kann und führend darin ist, wenn die Mehrheit der Mitarbeiter Männer sind.

Die Ankündigung kommt sehr überraschend, wird aber begrüßt. Normalerweise machen weibliche Hochschulabsolventen auf dem Karriereweg einen deutlich kleineren Anteil bei Firmen aus. Im Durchschnitt sind es bei den Neueinstellungen in großen Handelsunternehmen nicht mehr als 30 Prozent an Frauen.

Handelsunternehmen sind beliebte Arbeitgeber

Marubeni selbst stellt pro Jahr um die 100 bis 110 Hochschulabsolventen bei sich ein. Dieses Frühjahr wird es dabei ein Rekord geben, von 30 Prozent weiblichen Neuzugängen. Allgemein sind es zurzeit aber nur zehn Prozent der rund 3.000 Beschäftigten in Karriereberufen bei Marubeni Frauen. Bei den Führungspositionen waren es sogar nur 6,4 Prozent.

Das Unternehmen hatte erkannt, dass sich dieser Status auch in 20 Jahren nicht ändern wird, wenn sie nicht den Prozentsatz der weiblichen Neueinstellungen erhöhen. Allgemein sind Handelsunternehmen bei College-Studenten beliebt, da sie hohe Gehälter und Möglichkeiten im Ausland bieten.

Allerdings schreckt es Frauen oft ab, da der Bereich von Männern dominiert wird. Gleichzeitig fällt es ihnen auch schwer den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, sowie sich in Auslandsbüros anzupassen, die oft nicht dieselben Standards haben, wie in Japan. Marubeni will deswegen im Sommer auch einen neuen Karriereweg einrichten, der unter anderem Transfers benötigt.

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