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Die "Monkey Busters" schießen scharf

Großmütter aus Fukui machen Jagd auf Affen

Die Präfektur Fukui ist relativ schwach bevölkert und wird von Ishikawa, Gifu, Shiga und Kyoto umgrenzt. Heutzutage ist die Region vor allem für Dinosaurier-Fossilien, Papierherstellung und kulinarische Delikatessen wie Meeresfrüchte, Soba und Koshihikari-Reis bekannt.

Eine weitere Attraktion Fukuis machte erst jüngst von sich reden, die „Monkey Busters“. Drei japanische Großmütter schlossen sich zusammen, um Jagd auf Affen zu machen, die ihre Ernte gefährden. Erst vor wenigen Tagen landeten die drei Damen mit ihrer Aktion in den lokalen Medien.

„Monkey Busters“ aus Fukui machen von sich reden

Die Monkey Busters bestehen aus Masako Ishimura (74), Tatsuko Kinoshita (68) und Miyuki Ii (67). Alle drei leben in der ländlich gelegenen Stadt Hikariishi und gehören der Agra-Genossenschaft Miyama an. Im März bot die Genossenschaft einen Kurs an, der den Menschen zeigen sollte, wie sie Affen von ihren Feldern fernhalten können. Im Mai entschlossen sich die drei Rentnerinnen dann gemeinsam gegen die frechen Primaten vorzugehen.

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Die Affen leben rechts vom Asuwa-Fluss und begannen im März die Felder zu plündern. Bereits seit 2015 sind sie eine Gefahr für Zwiebel-, Auberginen-, Soja- und Kartoffel-Felder. Weder Vogelscheuchen noch Netze erwiesen sich als wirksame Vorrichtungen, um die wertvollen Bestände zu schützen. Deswegen bewaffneten sich die drei Rentnerinnen mit Luftgewehren und beschlossen den Schutz der Felder selbst in die Hand zu nehmen.

Die meisten Affen-Sichtungen finden tagsüber statt, während die Damen eigentlich mit ihren eigenen Arbeiten im Haus und auf ihren Feldern beschäftigt sind. Alle Sichtungen werden an die drei „Monkey Busters“ weitergeleitet, die sofort alles stehen und liegen lassen, um gegen die Tiere vorzugehen.

Frauen aus Fukui wehren sich gegen freche Affen
Affen plündern Felder in Fukui Bild: Commons Wikimedia

In der Regel feuern die Frauen erst einmal Warnschüsse in Richtung der Primaten ab, wobei sie von Anwohnern mit Feuerwerks-Körpern unterstützt werden. Dies soll die Affen erschrecken und sie so zum Rückzug bewegen, nicht selten verfolgen die Bauern die Tiere auch mit Hacken und anderen Geräten, die sie gerade zur Hand haben.

Im Kampf für die Lebensgrundlage einer ganzen Region

Nach Angaben der Region Fukui lebten die Affen ursprünglich in einer Gruppe, bestehend aus 20 Tieren, die sich mittlerweile aber in vier bis fünf Gruppen aufgegliedert haben. Jede Gruppe greift die Felder jetzt allerdings extra an. Die Monkey Busters und die Bemühungen einiger anderer lokaler Gruppen zeigten aber Erfolg, sodass die Tiere sich zumindest für eine gewisse Zeit zurückzogen.

Die Frauen erklärten, dass in der Gegend von Miyama viele ältere Menschen leben, für die die Bewirtschaftung der Felder wichtig für die Gesundheit und ihr Wohlbefinden ist. Um diese Lebensgrundlage zu schützen, arbeiten die Frauen mit großem Einsatz, was jetzt von der Präfektur Fukui gelobt wurde.

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