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Niemand wurde schwer verletzt

Grundschüler von sinkendem Schiff in Japan gerettet

In Japan ist eine Klassenfahrt für einige Sechstklässler beinahe zu einer Katastrophe geworden. Das kleine Schiff, auf dem sie sich befanden, sank am Donnerstag im Meer vor West-Japan.

Allerdings konnten zum Glück zuvor alle Schüler und die anderen Personen an Bord – insgesamt 62 Menschen – von der japanischen Küstenwache gerettet werden. Sie wurden auf Boote der Küstenwache sowie in nahegelegene Fischerboote gebracht.

Alle Personen konnten vom Schiff gerettet werden

Die 19 Tonnen schwere „Shrimp of Art“ hatte zum Zeitpunkt des Unfalls 52 Kinder an Bord, wobei zwei der Schüler und ein 72-jähriger Reiseleiter nach der Rettung wegen Unterkühlung und Hyperventilation ins Krankenhaus gebracht wurden, wie das Büro der Takamatsu-Küstenwache in der Präfektur Kagawa mitteilte. Die Reiseleiterin musste leicht behandelt werden, nachdem sie etwas Meerwasser geschluckt hatte. Zwei Schüler konnten nach dem Aufwärmen nach Hause zurückkehren.

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Die Gruppe von Kindern der Kawatsu-Grundschule in Sakaide in der Präfektur befand sich mitten in einem zweitägigen Schulausflug, der am Mittwoch begann und eine Kreuzfahrt in der Seto-Binnensee einschloss. Nach Angaben des Büros setzte sich der Kapitän des Schiffes, das als „Seetaxi“ fungierte, gegen 16.40 Uhr mit der Küstenwache in Verbindung und teilte mit, dass das Schiff Wasser aufnahm, nachdem es im Meer vor der Insel Yoshima auf ein schwimmendes Objekt gestoßen war.

Ursache des Unfalls noch unklar

Eine örtliche Feuerwehr erhielt ebenfalls einen Bericht von der Küstenwache, in dem es hieß: „Ein Schiff mit Grundschulkindern ist dabei zu sinken und es wird vermutet, dass sie mit Schwimmwesten im Meer treiben.“ Alle 62 Personen an Bord, darunter fünf Lehrer, zwei Reiseleiter und drei Besatzungsmitglieder, wurden bis etwa 17.50 Uhr gerettet, bevor das Schiff sank.

Nach dem Unfall berichtete Toyohiro Shirakawa, der Direktor der Grundschule auf einer Pressekonferenz, dass das Schiff 10 Minuten nach dem Aufprall auf ein Objekt zu sinken begann. Die Kinder wurden zunächst gebeten, auf dem Schiffsdeck oder auf dem Dach zu bleiben, aber später warteten sie im Inneren des überfluteten Schiffes, sagten die Lehrer.

Nach Angaben der städtischen Schulbehörde forderte der 45-jährige Kapitän die Kinder auf, Schwimmwesten zu tragen und ins Meer zu springen. Als die Schiffe der Küstenwache in dem Gebiet ankamen, waren viele der Kinder bereits im Meer, während über 10 Personen auf dem Dach des Schiffes blieben.

Shirakawa sagte, dass, obwohl einige in Panik geraten waren, die Kinder in der Gruppe sich gegenseitig ermutigten. Die örtliche Küstenwache plant, den Kapitän und andere Besatzungsmitglieder zu befragen, um diegenaue Ursache des Unfalls zu ermitteln.

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