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Grundschule öffnet erstmalig wieder seit dem Amoklauf in Kawasaki

Zum ersten Mal seit mehr als einer Woche die Kinder wieder zur Schule

Der Amoklauf am 28. Mai auf eine Bushaltestelle in Kawasaki schockierte ganz Japan. Vor allem, dass der Täter Grundschüler angriff, sorgte für großes Entsetzen. Nun nach mehr als einer Woche öffnete die betroffene Caritas-Grundschule in der Nähe am Mittwoch wieder, jedoch mit neuen Reglungen.

Der Schock und vor allem die Angst sitzen bei vielen noch tief. Am ersten Schultag behielten Sicherheitskräfte und Lehrpersonal im Wechsel die ankommenden Schüler im Auge und achteten sorgfältig auf die Umgebung. Der Amoklauf selbst fand nicht an der katholischen Privatschule statt, sondern an einer Bushaltestelle in der Nähe, von der viele Kinder losfahren.

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Die Bushaltestelle ließ die Stadt mittlerweile verlegen. Dazu fahren gecharterte öffentliche Busse für die Kinder statt den Fahrzeugen mit dem Namen der Schule. Zusätzlich standen Schulbeamte, Polizisten und Sicherheitsbeamte an der neuen Bushaltestelle Wache. Das soll für mehr Sicherheit sorgen, obwohl immer noch nicht klar ist, ob die Kinder der Schule gezielt angegriffen wurden oder ob die Bushaltestelle nur ein zufälliges Ziel war.

Doch nicht alle Eltern trauen den neuen Bussen und fuhren ihre Kinder teilweise selbst direkt bis vor die Schule. Andere fuhren zusammen mit den Kindern in dem Bus und brachten sie bis zum Schultor. Normalerweise ist es nicht erlaubt, dass Eltern so direkt die Kinder zu Schule bringen und sie wieder abholen. Der Betreiber erlaubte das, damit sich die Kinder wohler fühlen.

Schülern scheint es gut zu gehen

Gleichzeitig durften die Schüler in ihrer normalen Kleidung zur Schule kommen und mussten nicht ihre Uniform tragen. Sekretariatsleiter Hiroaki Takamatsu erklärte, dass sie sich alle Sorgen machen, wie die Kinder sich fühlen. Den meisten scheint es jedoch gut zu gehen und sie scheinen unbesorgt, was Takamatsu erleichtert. Einige der Schüler schienen sich regelrecht über den Schulbeginn zu freuen und begrüßten sich gegenseitig freudig.

Am Ort des Verbrechens liegen hingegen immer noch Blumen und andere Geschenke für die verstorbene 11-jährige Schülerin Hanako Kuribayashi, den Vater einer Schülerin und den 39-jährigen Außenministerbeamten Satoshi Oyama. Eine Junior-Highschool-Schülerin legte zum ersten Schultag ein Lied und einen Brief nieder, bevor sie betete. Sie wusste nicht, wie sie ihre Gefühle in Worte fassen sollte und schrieb deswegen den Brief.

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Genau wie sie verstehen immer noch viele nicht die Tat von dem 51-jährigen Ryuichi Iwasaki. Kurz nach dem Amoklauf richtete er sich selbst und lässt so viele Fragen noch unbeantwortet. Keiner weiß, wieso er die drei Menschen tötete. Die Polizei ist sich jedoch mittlerweile sicher, dass er zumindest den Amoklauf selbst schon lange plante, da er bereits vor Monaten Messer kaufte und sich in der Gegend rumtrieb.

Quelle: MS

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