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Dolmetscher-Dienste und Bereitstellung von Informationen

Gruppe zur Unterstützung von Ausländern im Katastrophenfall in Sapporo gegründet

Wenn es Naturkatastrophen oder andere Krisen gibt, ist schnelle Hilfe dringend nötig. Besonders für Fremde und Ausländer sind solche Situationen oft bedrohlich, da sie mit den offiziellen Informationen oft nicht viel anfangen können.

Um diese Menschen zu unterstützen, hat sich in Sapporo die Gruppe „Sapporo Assistance for Foreigners in Emergencies“ (SAFE) gegründet.

Hilfe für Ausländer im Katastrophenfall

Achtzehn SAFE-Mitglieder, die sich in insgesamt neun Sprachen, darunter Englisch, Vietnamesisch und Indonesisch, verständigen können, werden über ihre eigenen Social-Media-Accounts Katastropheninformationen verschicken.

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SAFE-Mitglieder patrouillieren zudem in Evakuierungszentren, um den Opfern Dolmetsch- und Beratungsdienste anzubieten, und verteilen in normalen Zeiten Informationen zur Katastrophenvorsorge an Ausländer.

Sapporo bei Erdbeben mit Problemen konfrontiert

Die Stadt Sapporo, die nach dem Erdbeben 2018 in der östlichen Iburi-Region von Hokkaido ihren ersten Stromausfall erlebte, bemerkte damals die Probleme, die für Ausländer entstehen können. So konnten etwa ausländische Touristen keine Evakuierungsinformationen erhalten und in den Evakuierungszentren stand nicht genügend fremdsprachige Unterstützung zur Verfügung.

Als Reaktion darauf hat die Stadt SAFE entwickelt und im Geschäftsjahr 2019 mit der Rekrutierung von Mitarbeitern begonnen. Die Mitglieder haben in insgesamt drei Trainingseinheiten und den umfassenden Katastrophenübungen der Stadt gelernt, wie sie im Katastrophenfall reagieren können.

Bürgermeister ehrt Arbeit der Gruppe

SAFE-Mitglieder statteten dem Bürgermeister von Sapporo, Katsuhiro Akimoto, einen Besuch ab, um den Start des Teams zu feiern. Der Bürgermeister ermutigte sie mit den Worten: „Im Falle einer Katastrophe möchte ich, dass Sie den Opfern Informationen zur Verfügung stellen. Ich möchte auch, dass Sie eine Rolle wie eine Brücke spielen, damit ausländische Opfer uns mitteilen können, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind.“

Eines der Mitglieder, Yanti Hendriyanti, 46, eine indonesische Sprachlehrerin, die seit 18 Jahren in Sapporo lebt, erinnerte sich an das Erdbeben von 2018 und sagte: „Ich war ein Reiseführer für Touristen aus Indonesien, aber ich konnte mein Handy nicht aufladen und die Informationen waren verwirrend.

„Ich möchte die Menschen dazu aufrufen, täglich Katastrophenschutzgüter vorzubereiten, damit wir sofort richtige Informationen vermitteln können, wenn eine Naturkatastrophe tatsächlich eintritt“, fuhr sie fort.

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