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HomeNachrichten aus JapanHandelskammer in Kyoto fordert rasche Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen

Zu wenige Touristen in Japans Kulturhauptstadt

Handelskammer in Kyoto fordert rasche Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen

Der Vorsitzende der Handelskammer in Kyoto fordert, dass Japan seine Grenzen rasch für Touristen öffnet, damit die Touristikbranche nach der Pandemie wiederbelebt wird.

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Yoshikata Tsukamoto sprach auf einer Pressekonferenz über den Tourismus in der Präfektur und wies dabei auch darauf hin, dass die Stadt besonders stark von Touristen aus China, Südkorea, Taiwan und Thailand besucht wird. Zudem verzeichnet die Stadt nicht viele Touristen aus Europa oder den USA und die wenigen, die die Region besuchen, lassen kaum Geld da.

Kyoto kämpft weiter mit fehlenden Touristen

Der Vorsitzende der Handelskammer ging in der Pressekonferenz auch auf den Tourismus in Kyoto während der Golden Week, die Anfang Mai endete, ein. In diesem Jahr war die Golden Week die Erste nach 2019, in dem die Menschen in Japan ohne Coronabeschränkungen reisen konnten.

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Tsukamoto stellte fest, dass die inländischen Touristen zwar zu den beliebten Reisezielen zurückkehren, aber dass viele davon junge Menschen waren. Die Zahl der älteren Menschen, die im Durchschnitt mehr Geld pro Person ausgeben, ist dagegen weiter gesunken.

Die Auslastung der Hotels an Wochentagen liegt weiterhin bei ca. 20 bis 30 Prozent und die Tourismusbranche in Kyoto hat immer noch zu kämpfen, was auch auf die steigenden Rohstoffpreise zurückzuführen ist.

Von „Overtourism“ zu „Undertourism“

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Kyoto, Japans Kulturhauptstadt, gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Touristen aus der ganzen Welt. 2019 besuchten rund 53,5 Millionen Menschen die Stadt, davon ungefähr 8,8 Prozent aus dem Ausland. Die Stadt verzeichnete dadurch Einnahmen in Höhe von 1,2 Billionen Yen (ca. 8,5 Milliarden Euro).

Viele Einwohner klagten daher auch über einen sogenannten „Overtourism“ und über die oft mangelnde Rücksichtnahme der Touristen.

Durch die Pandemie und dem daraus resultierten Einbruch der Touristenzahlen sind diese Einnahmen aber soweit geschrumpft, dass die Stadt mittlerweile bankrott ist und drastische Ausgabenkürzungen vorbereitet, um den Haushalt zu sanieren.

Touristen dürfen ab dem 10. Juni wieder nach Japan einreisen, die Einreise beschränkt sich allerdings auf 98 Länder und nur auf Gruppenreisen, der individuelle Tourismus ist weiterhin ausgeschlossen.

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