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Harley-Ausstellung in Miyagi erinnert an den verheerenden Tsunami von 2011

Obwohl große Motorräder eher selten auf den Straßen von Japan zu sehen sind, gibt es trotzdem zahlreiche Harley-Davidson-Fans im Land. Eine neue Ausstellung in Yamamoto in der Präfektur Miyagi widmet sich den legendären Motorrädern. Allerdings mit einem ernsten Hintergrund, denn sie soll ebenfalls an den zerstörerischen Tsunami von 2011 erinnern.

Am 21. April feierte die Ausstellung unter dem Namen Tsunami Harley in Yamamoto offiziell ihre Eröffnung. Der Mechaniker Masataka Naruke von der Machizukuri Yamamoto organisierte das kleine Museum, das im Yamamoto-Yume-Ichigo-no-Sato-Hofwarengeschäft untergebracht ist. Die Ausstellung soll an die Schrecken der Katastrophe und an die Wunder gleichermaßen erinnern. Motorrad-Fans aus ganz Japan kamen zur Eröffnungszeremonie der Ausstellung. Knapp 170 Motorräder reihten sich auf dem nahe gelegenen Parkplatz aneinander.

Zwei der ausgestellten Motorräder überlebten schwer beschädigt den Tsunami. Eins davon gehört Kazuhiro Saeki, einem Landwirt und Einwohner von Yamamoto. Naruke fand es damals unter Trümmern begraben bei Aufräumarbeiten. Ihm fiel dabei sofort auf, dass es ein Bike war, an dem er persönlich gearbeitet hatte und dass es Saeki gehört. Saeki erlaubte ihm später, es zu behalten und für die Ausstellung zu nutzen. Er will damit erreichen, dass sich nachfolgende Generationen an die Katastrophe erinnern.

Das Wunder-Motorrad

Das zweite Motorrad gehörte einer bis jetzt immer noch unbekannten Person. Einwohner fanden es kurz nach dem Tsunami im Stadtteil Arahama im nahen Watari. Die Werkstatt Tamari Jidosha Shokai nahm es an sich und spendete es nun der Ausstellung. Insgesamt tauchten nach dem 11. März 2011 bei den Aufräumarbeiten 2.000 Autos und Motorräder auf, die Naruke wegschaffte.

Doch eine Harley landete nicht am Strand von Miyagi oder in den anderen Katastrophengebieten. Wie durch ein Wunder trieb das Meer das Motorrad von Ikuo Yokoyama aus Yamamoto im April 2012 bis zu der Graham Island in der Nähe von British Columbia in Kanada. Die sogenannte Wunder-Harley steht nun deswegen auf Wunsch von Yokoyama im Harley-Davidson-Hauptsitz in Milwaukee, Wisconsin.

In der Ausstellung erinnern deswegen nur große Fotos an die Wunder-Harley. Yokoyama selbst schaffte es nicht zur Eröffnung, sendete jedoch eine Nachricht. In ihr schreibt er, dass der Tsunami seinen Vater und zwei Brüder tötete. Menschen um ihn herum unterstützen ihn allerdings immer und er will, dass die Biker auf der ganzen Welt von der Tragödie am 11. März 2011 erfahren. Naruke verkündete hingegen in seiner Rede, dass alle Menschen in Japan mit der Ausstellung sehen sollen, dass Wunder geschehen. Gleichzeitig will er die Erfahrungen von der Katastrophe weitergeben.

Quelle: Mainichi Shimbun

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