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Zuschüsse für Bewohner fallen weg

Haushaltssanierung von Kyoto erfordert drastische Ausgabenkürzungen

Kyodo: Kyoto steht vor einem drohenden Bankrott, um den Haushalt der Kulturhauptstadt Japans zu sanieren, sind drastische Ausgabenkürzungen nötig.

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Die Stadt steht in den nächsten fünf Jahren vor einem Minus von fast 280 Milliarden Yen. Im April warnte Bürgermeister Daisaku Kadokawa bereits, dass die Stadt vor dem Bankrott steht, sollte man bis Ende des Haushaltsjahres 2025 die Kosten senken oder Einnahmen in Höhe von 160 Milliarden Yen (ca. 1,2 Milliarden Euro) aufbringen.

Weniger Beamte in der Stadtverwaltung von Kyoto

Der Plan, der im Herbst von der Stadtverordnetenversammlung in Kyoto abgesegnet werden muss, sieht vor, dass 550 Beamte gehen müssen und das Mindestalter für den Anspruch auf ermäßigte Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr von 70 auf 75 Jahre angehoben wird.

Außerdem sollen Zuschüsse für Kindergärten auf den Prüfstand und Eltern können mit höheren Gebühren oder der Streichung einiger Dienstleistung rechnen.

Weitere Vorschläge sind, die Anhebung der Preise für städtische Einrichtung und auch eine Erhöhung der Fahrpreise.

Fehlende Touristen reißen Loch in die Stadtkasse

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Diese Kostensenkungen und möglichen Preiserhöhungen sind laut Kadokawa notwendig, weil in der Vergangenheit Projekte in die roten Zahlen gerutscht sind. Zwei städtische U-Bahn-Linien sind beispielsweise mit 5,4 Milliarden Yen (ca. 41 Millionen Euro) verschuldet. Die Baukosten für eine dieser Linien betrugen 546,1 Mrd. Yen (ca. 4,2 Milliarden Euro), also das 1,4-fache der veranschlagten Kosten.

Die Pandemie hat die wichtigste Einnahmequelle, den Tourismus, zum Erliegen gebracht. Im Jahr 2019 zog Kyoto 53,5 Millionen Touristen an, die zusammen 1,2 Billionen Yen (ca. 9,2 Milliarden Euro) in der Stadt gelassen haben.

Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Tourismus erholen wird und es ist fraglich, wann diese Erholung beginnt, da Japan gerade eine fünfte Infektionswelle erlebt.

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