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Hayabusa2 Sonde schafft es erstmals, Gestein aus Asteroiden zu sammeln

Hayabusa2 darf nun nach Hause kommen

Seit etwa fünf Jahren befindet sich die Weltraumsonde Hayabusa2 von Japan auf ihrer Mission. Nachdem ihr bereits einige erstaunliche Missionen gelungen waren, landete sie jetzt zum zweiten Mal auf dem Asteroiden Ryugu und sammelte erstmals Gestein auf.

Laut der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) verlief die Landung auf den Gesteinsbrocken perfekt. Um 10:30 Uhr setzte die Hayabusa2 zum zweiten Mal sicher auf der Oberfläche auf. Es war ein schwieriges Unterfangen, da Proben von der ersten Landung hätten verloren gehen können. Die erfolgreiche Landung löste im Missionskontrollraum kurz darauf Jubel aus. Sie mussten nämlich warten, bis die Sonde wieder abhob, da es keinen Kontakt gab.

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Hayabusa2 landete ungefähr 20 Meter von dem Krater entfernt, den sie selbst vor einigen Monaten erschuf und ebenfalls damit Geschichte schrieb. Für die Proben setzte die Sonde ein Rohr auf die Oberfläche und feuerte ein kleines Metallprojektil ab. Die unterirdischen Bruchstücke sammelte sie anschließend ein. Die Gesteinsstücke sollen vermutlich um die 4,6 Milliarden Jahre alt sein und könnten organische Materialien oder Wasser enthalten.

Es ist das erstmals überhaupt, dass es einer Sonde gelingt, aus einem Asteroiden Material zu sammeln, der weiter weg als der Mond ist. Dementsprechend war die Freude nach der erfolgreichen Mission auf der Erde groß. Die Proben sollen später Aufschluss über die Ursprünge unseres Sonnensystems geben.

Perfekte Landung, perfekte Bewegungen, perfekte Arbeit vom Team

Bei einer Pressekonferenz in Sagamihara in Kanagawa gab JAXA Projektmanager Yuichi Tsuda den Erfolg bekannt. Dem Team sei eine Weltneuheit gelungen, die neue Erkenntnisse für die Wissenschaft bringt. Schon die erste Landung auf den Asteroiden sorgte für internationales Aufsehen. Forschungsdirektor Takashi Kubota bestätigte hingegen die perfekte Landung, der er 1.000 von 100 Punkten gibt. Ebenfalls bewegte sich die Sonde genauso perfekt, wie die hervorragenden Vorbereitungsarbeiten des Teams.

Ganz aufatmen kann das Team allerdings noch nicht. Eine große letzte Mission steht noch bevor, die Heimreise zur Erde. Wie Tsuda erklärt, sind sie immer noch im ersten Stadium der Aufbewahrung der Proben und müssen äußerst sorgsam die Sonde manövrieren, um sie zurückzubringen. Immerhin befindet sich die Hayabusa2 etwa 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Trotzdem ist die Rückkehr für 2020 geplant.

Nachricht von Superstar Brian May

Forscher und Fans zeigen sich gleichermaßen zuversichtlich. Das historische Ereignis verfolgten nämlich ebenfalls circa 200 Menschen im Sagamihara City Museum live. Viele gratulierten dem Team zu dem unglaublichen Erfolg und hoffen, dass die Hayabusa2 sicher mit den Proben nach Hause kommt. Ein ganz besonderer Fan schickte hingegen vorab eine Nachricht ans Team. Der weltberühmte Gitarrist und Astrophysiker Brian May sagte, dass die ganze Welt zuguckt, dass sie Hayabusa2 lieben und dass sie auf sich aufpassen soll.

Die Weltraumsonde startete 2014 ihre Reise zu dem Asteroiden. 245.760.000 Euro kostete die kühlschrankgroße Sonde. Sie ist offiziell der Nachfolger der Hayabusa, der Staubproben von einem kleinen Asteroiden gelangen und die 2010 nach sieben Jahren wieder landete. Hayabusa2 setzte während ihrer Missionen zusätzlich kleine Roboter und einen deutschen Lander ab, der ebenfalls viele neue Daten sammeln konnte.

Quelle: Kyodo

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