Stats

Anzeige
Home News Heftige Schneefälle in Japan kosten vier Menschen das Leben

Menschen sterben beim Versuch Schnee zu räumen

Heftige Schneefälle in Japan kosten vier Menschen das Leben

In einigen Gebieten in Japan gibt es seit Tagen heftige Schneefälle, zwar lässt der Schneefall mittlerweile nach, allerdings ist die Lage immer noch sehr angespannt.

Mittlerweile starben zwischen dem 10. und 11. Januar vier Menschen bei dem Versuch Schneemassen wegzuräumen, 33 Menschen wurden verletzt. Die Menschen sprechen mittlerweile von Zuständen, wie bei einer schweren Naturkatastrophe.

Menschen beim Schneeräumen ums Leben gekommen

Am 10. Januar gegen starb ein 64-jähriger Arbeiter einer Firma in der Stadt Sanjo, nachdem er auf einer Straße neben seinem Haus gestürzt war. Nach Angaben der Polizeistation Sanjo ist er vermutlich vom Dach über dem zweiten Stockwerk gestürzt, als er versucht hatte es vom Schnee zu befreien.

Mehr zum Thema:  Schneemassen sorgen erneut für Chaos in Japan

Ein 84-jähriger Bauer in Niigatas Bezirk Akiha starb am 10. Januar, nachdem er neben dem Eingang seines Hauses unter Schnee begraben wurde. Nach Angaben der Polizeistation Akiha wird vermutet, dass er durch einen Schneerutsch ums Leben gekommen ist.

Ebenfalls am 10. Januar starb ein 87-jähriger Mann in Joetsus Kubiki Ward aufgrund eines Blutungsschocks, als er einen Schneepflug neben den Eingang seines Hauses schob. Da an ihrem Fuß und anderen Körperteilen Schnittwunden scharfen Klingen gefunden wurden, glaubt die Polizeistation Joetsu, dass er von der Maschine erfasst wurde.

Ein 66-jähriger Mann in Sanjo ertrank am 11. Januar, nachdem er in der Nähe seines Hauses in einen Graben gefallen war. Nach Angaben der Polizeiwache Sanjo wurde eine Schneeschaufel in seiner Nähe gefunden und es wird angenommen, dass er beim Schneeräumen um sein Haus in den Graben fiel.

Am 11. Januar hielt die Stadtverwaltung von Joetsu zum zweiten Mal ein Treffen mit der Einsatzleitung ab, die für die Situation zuständig ist.

Die Stadt sagt, dass sie mit der Schneeräumung fortfährt und den Hauptstraßen, die zu Einrichtungen wie Krankenhäusern und Bahnhöfen führen, Priorität einräumt, aber die Schneefälle waren so stark, dass es lange dauern wird und man daher nicht genau sagen kann, wann die Räumung abgeschlossen sein wird.

Die Stadtverwaltung arbeitet mit über 100 Unternehmen zusammen, um den Schnee zu räumen und hat Routen gesichert, die zu fünf Schneeentsorgungsstellen in der Stadt führen.

Die Stadt hat mittlerweile beschlossen, Einrichtungen wie Grund-, Mittel- und Oberschulen bis zum 15. Januar zu schließen.

Bürgermeister Hideyuki Murayama erklärte: „Zuallererst ist es wichtig, dass wir Plätze sichern, wo wir den Schnee hinbringen können. Auch wenn die Arbeiter extrem erschöpft sind, machen sie ihre Arbeit.“

Er rief die Anwohner auf, nicht notwendige und nicht dringende Ausflüge sowie das Parken auf den Straßen zu unterlassen.

Heftige Schneefälle sorgen für bis zu 281 cm Neuschnee

Innerhalb von 72 Stunden fielen 178 Zentimeter Schnee in Takada, Joetsu; 163 Zentimeter in Nou, Itoigawa; 110 Zentimeter in Niigatas Akiha Ward.

Bis 16 Uhr am 11. Januar verzeichnete der Bezirk Yasuzuka in Joetsu 281 Zentimeter Schneefall, Tokamachi 275 Zentimeter, Kashiwazaki 117 Zentimeter und der Bezirk Chuo in Niigata 59 Zentimeter Neuschnee.

Selbst Beobachtungspunkte, an denen normalerweise wenig Schnee fällt, registrierten das Fünf- bis Achtfache der Menge eines normalen Jahres.

In der Nacht zum 10. Januar bat die Präfekturverwaltung von Niigata die japanischen Selbstverteidigungskräfte (JSDF) zu einer Katastrophenhilfe-Mission in die Stadt Kawasaki zu schicken, da die Stadt mit den Arbeiten zur Beseitigung des Schnees von den Hausdächern nicht nachkommen konnte, da es weiter schneite.

Bereits einige Tage früher hatte die Stadt Joetsu die JSDF angefordert.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren