News Heilige Höhlen des Priesters Kukai werden nach Sicherheitsmaßnahmen wieder geöffnet

Heilige Höhlen des Priesters Kukai werden nach Sicherheitsmaßnahmen wieder geöffnet

Japan – Die zwei Höhlen, in denen der berühmte buddhistische Priester Kukai (774 bis 835) sein spirituelles Erwachen erlebt haben soll, sollen nun endlich wieder buddhistischen Priestern und Touristen zugänglich gemacht werden.

Allerdings werden sich die Besucher noch mindestens bis Dezember gedulden müssen, bis sie die Mikurodo- und Shinmeikutsu-Höhlen im Bezirk Murotomisaki-cho betreten dürfen. Beide Höhlen waren zuvor wegen der Gefahr von Steinschlägen gesperrt worden. Für die Öffentlichkeit waren die beiden Höhlen zuletzt vor drei beziehungsweise sechs Jahren zugänglich. Aus diesem Grund entschuldigte sich der Bürgermeister von Muroto auch für die lange Wartezeit.

Mikurodo befindet sich in einer Klippe auf der Ostseite des Kaps Muroto gleich neben Shinmeikutsu. An diesen beiden Orten soll der junge Kukai, der auch als Kobo Daishi bekannt ist, vor 1.200 Jahren an der buddhistischen Ausbildung teilgenommen haben. Doch auch wenn die beiden Höhlen in Privatbesitz sind, haben die Eigentümer erlaubt, dass Priester und Pilger die heiligen Schauplätze betreten dürfen. Doch nachdem im November 2015 ein 2,5 Meter langer und 50 Zentimeter breiter Felsen an Mikurodo vermutlich durch starke Regenfälle herabgefallen war, wurde die Höhle von der Stadtverwaltung mit einem Zaun gesperrt.

Auch Shinmeikutsu war 2012 von Steinschlägen betroffen und wurde bereits zu dieser Zeit geschlossen. Auch wenn immer wieder Pilger und Touristen darum baten, die Höhlen erneut betreten zu dürfen, war es bisher zu gefährlich. Doch nun hat die Gemeinde gemeinsam mit der Agentur für Kultur, dem Umweltministerium und anderen Parteien ein provisorisches Zelt mit Metallgittern am Eingang aufgestellt.

Dieses Zelt soll die Besucher schützen, auch wenn sie gebeten werden, trotzdem auf ihre Sicherheit zu achten. Deshalb dürfen sie die Höhlen ab, voraussichtlich, Dezember auch nur mit einem Schutzhelm betreten. Von den Höhlen wird behauptet, dass Kukai die Venus in den Mund flog, als er spirituell erwachte.

Nach dieser mystischen Erfahrung soll er seinen buddhistischen Namen Kukai gebildet haben. Denn „Ku“ bedeutet Himmel und „Kai“ Meer, was das einzige war, das der Priester aus den Höhlen sehen konnte. Mikurodo wurde vom Umweltministerium als einer von 100 Orten ausgewählt, an denen schöne Klänge für den Klang von Wellen aus dem nahen Meer zu hören sind.

Bild: Commons Wikimedia

Quelle Asahi Shimbun

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