Hingerichtete Mitglieder der Aum Sekte bereuen in Briefen ihre Taten

Am Freitag sorgte Japan für großes Aufsehen mit der Hinrichtung von sechs Mitgliedern der Aum Sekte und dem Gründer Shoko Asahara. Sie waren unter anderem an dem schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte Japans beteiligt. 1995 führten sie einen Sarin-Gasangriff in der Tokyoter U-Bahn durch, bei dem dreizehn Menschen starben und es mehr als 1.000 Verletzte gab. Veröffentlichte Briefe der toten Mitglieder zeigen nun, dass einige ihr Taten zutiefst bereuen und ihre Taten sühnen wollen.

Kiyohide Hayakawa schrieb unter anderem, dass er sich von der Aum-Sekte lossagte und er seine Taten zutiefst bereut. Er würde sich gerne bei den Opfern und den Familienangehörigen aufrichtig entschuldigen. Hayakawa ermordete den Rechtsanwalt Tsutsumi Sakamoto, seine Frau und seinen einjährigen Sohn. Für den Giftgas-Anschlag half er beim Bau der Anlage für die Produktion von Sarin.

In einem Brief an eine Bürgergruppe schreibt er, dass er an die große Wahrheit und die Erlösung glaubte, als er den Anschlag durchführte. Alles, was er jedoch bekam, waren Leid und Schmerz. Er erklärt zusätzlich, dass niemand den wirklichen Grund für die Anschläge kenne, nur Shoko Asahara selber. Er gibt an, dass er den Grund erfahren will, bevor er stirbt und erklärt, dass niemand die Wahrheit kennt, wenn Asahara hingerichtet wird.

Büßen für den Terroranschlag

Tomomitsu Niimi war ebenfalls an der Ermordung von Sakamoto und dem Giftgas-Anschlag beteiligt. In seinen Briefen will er gleichermaßen für seine Verbrechen büßen und beschreibt sein Leben im Gefängnis. Niimi erklärt, dass er sich an alle Regeln hält und nicht mal einen Käfer tötet. Er sagte sich jedoch nie ganz von der Sekte los. In einem Brief bittet er um Amnestie und schreibt, egal wie böse ein Mensch ist, dass Leben und Sühnen für seine Sünden ein Akt der Gutmütigkeit ist. Gleichzeitig sagt er, dass er gerne die Geschichte, von dem was geschehen ist, weitergeben will. Eine Entschuldigung bot er den Opfern nie an.

Niimi und Hayakawa starben am Freitag zusammen mit Asahara, Yoshihiro Inoue, Masami Tsuchiya, Tomomasa Nakagawa und Seiichi Endo durch den Strick.

Quelle Kyodo News

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