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Hiroshima gedenkt den Opfern der Erdrutsche vor fünf Jahren

77 Menschen verloren ihr Leben

In Hiroshima wurde am Dienstag der Opfer gedacht, die vor fünf Jahren bei mehreren Erdrutschen ums Leben kamen. Diese forderten 77 Menschenleben.

In den betroffenen Gebieten wurden mehrere Gedenkfeiern abgehalten. Daran nahmen auch Hinterbliebenenfamilien sowie der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, teil. An verschiedenen Orten in der Stadt wurden Blumen abgelegt, darunter auch an den Bahnstationen Asakita und Asaminami, zwei Gebiete, die von den Erdrutschen im August 2014 hart getroffen wurden.

Sintflutartige Regenfälle führen zu Erdrutschen

In den frühen Morgenstunden des 20. August 2014 verursachten lokale sintflutartige Regenfälle eine Reihe von Erdrutschen in Wohngebieten in der Nähe von Bergen bei Hiroshima. Rund 400 Häuser wurden entweder weggespült oder beschädigt, 74 Menschen kamen ums Leben. Weitere drei Menschen starben später an den Folgen der Katastrophe.

Bis 2017 beaufsichtigten die Regierung der Stadt Hiroshima und der Präfektur die Gedenkveranstaltungen, doch seit dem letzten Jahr organisieren die Bewohner sie selbst. An Gedenkstätten beteten die Familien auch in diesem Jahr wieder für die Seelen ihrer verstorbenen Angehörigen.

Andenken an die verstorbenen Angehörigen

Ein solches Denkmal, auf dem die Namen der Opfer eingraviert sind, steht auch am Bahnhof Asaminami in Hiroshima. Dort sind unter anderem die Namen eines frisch verheirateten Paares, Minami Yuasa und ihres Mannes Yasuhiro, die zum Zeitpunkt ihres Todes 28 bzw. 29 Jahre alt waren, zu finden. „Selbst nach fünf Jahren fühle ich mich immer noch einsam und denke, wenn wir nur dies oder das getan hätten, wären sie gerettet worden“, sagte Minamis Vater, Junji Wakamatsu, 56, als er mit seiner Frau Blumen niederlegte.

Da Minami zudem schwanger war, legten die Eltern auch ein Foto von ihrem „Enkelkind“, einem Zusammenschnitt der Gesichter von Tochter und Schwiegersohn, am Denkmal nieder. „Ich bin sicher, dass sie ihre Tage genießen, frei von Schmerzen und Schwierigkeiten“, sagte Minamis Mutter Naomi, 57 Jahre alt.

Neue Maßnahmen zum Schutz vor Erdrutschen

Im Zuge dieser Katastrophe wurden Ende Juli an 96 Standorten Maßnahmen der nationalen und präfekturalen Regierungen zur Verbesserung der Abwehr gegen Erdrutsche wie Hangbefestigungen und Schlammrutschdämme abgeschlossen. In drei letzten Bereichen werden derzeit Arbeiten durchgeführt. Die Maßnahmen erwiesen sich als wirksam, denn der sintflutartige Regen, der im vergangenen Jahr in West-Japan fiel, konnten aufgefangen und die Risiken minimiert werden. Unter der Führung der Stadt werden derzeit auch neue Evakuierungswege eingerichtet.

Auch die von den Überschwemmungen 2018 in West-Japan betroffenen Familien nahmen an der Zeremonie an der Station teil. Fujiko Ueki, 46, die ihren 18-jährigen Sohn in Aki Ward in Hiroshima verlor, sagte: „Ich habe nach der Katastrophe (mit Familien) interagiert, und wir konnten unsere Gefühle teilen. Ich hoffe, die Verbindung zwischen den von der Katastrophe betroffenen Gebieten fortzusetzen.“

Erinnern ist wichtig

Die Gedenkfeiern sind wichtig für die Hinterbliebenen und auch für die übrigen Bewohner Hiroshimas. „Jedes Jahr sehen wir die Gesichter derer, die wir verloren haben, und es weckt Erinnerungen. Ich möchte weiterhin die Denkmäler schützen und mein Herz erfrischen“, sagte Kazuo Zaihara, 71, Leiter einer der lokalen Nachbarschaftsvereinigungen in Asaminami.

Quelle: Kyodo

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