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HomeNachrichten aus JapanHiroshima ist weiter bemüht, Atombomben-Opfer den Familien zurückzugeben

Seit 1955 wird jährlich nach Verwandten gesucht

Hiroshima ist weiter bemüht, Atombomben-Opfer den Familien zurückzugeben

Fast 75 Jahre sind nun die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki her. Nach all den Jahren gibt es allerdings immer noch Opfer, die nicht richtig begraben werden konnten, da ihre Familien noch nicht gefunden wurden. Die Stadt Hiroshima bemüht sich deswegen weiterhin in einer jährlichen Kampagne die Familien zu finden.

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Im Rahmen der Aktion wurden am Donnerstag erneut Listen mit den Namen von 814 Opfern an 2.000 Gemeinden im ganzen Land geschickt. Auch im Internet wurde die Liste wieder veröffentlicht. Die Stadt besitzt von ihnen immer noch die Asche, da bis jetzt niemand sie trotz Identifizierung nicht abgeholt hat.

Nur wenige Tote werden übergeben

Die 814 Personen gehören zu den etwa 70.000 Toten, die am Gedenkhügel am Peace Memorial Park beigesetzt wurden. Von ihnen ist die Identität mehrheitlich unbekannt und es lässt sich nicht sagen, wer genau auf dem Hügel beerdigt ist.

In der Vergangenheit schaffte das Projekt es bereits vielen Opfern doch noch die Beisetzung durch die Familie zu ermöglichen. Insgesamt konnten bis jetzt 999 Angehörige von Opfern ausgemacht werden. Einige von ihnen nahmen dabei auch die Asche der Verstorbenen an und ließen sie beisetzen.

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Letztes Jahr gab es laut den Stadtbeamten jedoch nur wenig Anfragen wegen der Listen. Auch davor sanken die Zahlen deutlich und in den letzten zehn Jahren konnten nur zwei Opfer den Familien übergeben werden.

Suche läuft bereits seit Jahrzehnten

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Ein Stadtbeamter gab an, dass es schmerzhaft sei, dass nach all den Jahren die Namen von so vielen Menschen immer noch ausstellen zu müssen. Es wird deswegen gehofft, dass sich diesmal mehr Leute melden und die Toten endlich zurück zu ihren Familien können.

Die Kampagne zum Finden von Familienmitgliedern gibt es bereits seit 1955. Seit dem werden jedes Jahr Listen mit den bekannten Namen im ganzen Land an Städte und Gruppen mit Überlebenden verschickt, in der Hoffnung, dass doch noch jemand kommt und die sterblichen Überreste abholt.

NHK

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