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Olympisches Komitee von Japan will nicht zahlen

Hiroshima muss für den Besuch des IOC-Chefs zahlen

Vor den Olympischen Spielen besuchte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (ICO) Thomas Bach die Stadt Hiroshima in der gleichnamigen Präfektur. Nicht nur, dass der Besuch von den Menschen gar nicht gewollt war, nun muss die Stadt auch noch dafür zahlen.

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Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Kosten für den Besuch von Bach in Hiroshima um die 3,79 Millionen Yen (ca. 29.232 Euro) betragen. Die Summe ist in erster Linie durch die Sicherheitsmaßnahmen für Bach zustande gekommen.

Das Japanische Olympische Komitee will nicht zahlen

Die lokale Regierung hatte das Japanische Olympische Komitee darum gebeten, die Kosten für den unerwünschten Besuch zu übernehmen. Das Komitee wies den Antrag aber ab. Aus dem Grund werden die Kosten nun auf die Stadtregierung und die Präfekturregierung von Hiroshima aufgeteilt.

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Obwohl die Stadt auf den Kosten sitzen bleibt, zeigt man sich weiterhin optimistisch. Ein Beamter der Sportförderungsabteilung der Stadtregierung gab an, dass sie glaubten, dass sie das Verständnis von den Bewohnern für die Ausgaben gewinnen könnten. Wütende Beiträge in den sozialen Medien zeigen allerdings ein anderes Bild.

Bach hatte am 16. Juli die Stadt zum Beginn des olympischen Waffenstillstands besucht und wollte nach eigenen Angaben ein Zeichen für Frieden setzen. Begleitet wurde er von Seiko Hashimoto, Präsidentin des japanischen Olympischen Organisationskomitees.

Einwohner von Hiroshima waren vom Besuch verärgert

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Im Rahmen seines Aufenthalts besuchte Bach den Peace Memorial Park, wo er einen Kranz für die Opfer des Atombombenabwurfs von 1945 niederlegte und eine kurze Rede hielt. Ebenfalls schaute er sich das Hiroshima Peace Memorial Museum an, das im Park liegt.

Aufgrund der Dauer seines Besuchs musste das Gebiet weitläufig für drei Stunden für die Bürger gesperrt werden. Die Polizeiarbeit wurde dazu einem privaten Sicherheitsunternehmen übertragen. Anwohner waren aber nicht nur wegen der Einschränkungen von dem Besuch nicht erfreut.

Sie empfanden, dass Bach die Tragödie der Stadt nur für sein Image und das der kontroversen Spiele nutzte. Zusätzlich stiegen zu dem Zeitpunkt die Infektionszahlen in Tokyo an und da Bach aus der Stadt kam, wurde seine Anwesenheit auch als Gesundheitsrisiko angesehen.

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