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Hiroshima startet Umfrage zu den Gründen misslungener Evakuierungen während des Starkregens 2018

Die starken Regenfälle Anfang des Sommers in Japan kosteten in der Präfektur Hiroshima 108 Menschen das Leben. Nun beginnen die kritischen Fragen zu den Evakuierungsprozeduren während der Regenfälle.

Im Herbst dieses Jahres möchte die lokale Regierung Hiroshimas ihre Umfrage beginnen. Die grundsätzliche Fragestellung, um die diese Umfrage kreist, geht dahin, warum einige Bewohner nicht evakuiert wurden. Es ist die erste Umfrage dieser Art. Ende März 2019 sollen die Ergebnisse dann zusammengefasst werden. Sie sollen der Verbesserung zukünftiger Maßnahmen dienen.

Die Umfrage basiert auf der Feststellung, dass viele der Todesopfer dieser Regenfälle in Gebieten starben, in denen solche Naturkatastrophen vorhersehbar waren. In der Regel sind Kommunalverwaltungen dazu verpflichtet, Gefährdungskarten an die Bewohner zu verteilen, die von Erdrutschen gefährdete Gebiete zeigen. Zudem sollen Informationen veröffentlicht werden über die Gebiete, die als besonders gefährdet eingestuft werden. Damit soll den Bewohnern die Möglichkeit gegeben werden, die drohenden Gefahren zu erkennen.

Doch trotz der behördlichen Warnungen und Anweisungen zum Verlassen der Häuser blieben viele Anwohner vor Ort. Am 6. Juli gab die Japan Meteorological Agency eine Warnung vor sintflutartigen Regenfällen heraus. Trotzdem folgten von insgesamt 2.169.609 Einwohnern nur 5.788 beziehungsweise nur 0,3 Prozent den Evakuierungsanordnungen.

Bereits 2014 erlebte die Präfektur Hiroshima starke Erdrutsche und beklagte 77 Todesopfer. Einige Baumaßnahmen zum Schutz der Gebiete wurden ergriffen. Nach den vielen Toten in diesem Sommer werden allerdings die Methoden überdacht. Der Denkweise der Anwohner soll mehr Beachtung geschenkt werden.

Die Umfrage beinhaltet Fragen nach dem Wie des Erteilens von Evakuierungsbefehlen und entsprechenden Anweisungen sowie die Durchführung der Evakuierungsmaßnahmen durch die Gemeinden. Hiroshima wird zur Bewertung der Maßnahmen ein Expertengremium einrichten. Mit Hilfe von Verhaltenspsychologie sollen die Reaktionen der Behörden während der Regenfälle bewertet werden.

Professor Hirotada Hirose von der Tokyo Women’s University ist Spezialist für Katastrophenrisiko-Studien. Seiner Meinung nach haben viele Menschen einfach die Gefahren der Regenfälle und ihre Folgen unterschätzt. Sie versuchen dann, in Notfallsituationen ruhig zu bleiben. Oft werden vergangene, glimpflich verlaufene Erfahrungen herangezogen und die Situation heruntergespielt. An diesem Punkt müssen die Behörden ansetzen, um die Bewohner in jedem Falle zu evakuieren.

Quelle: Mainichi Shimbun

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