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Home News Hitachi cancelt Pläne für Kernkraftwerk in Großbritannien

Die Kosten sind zu stark angestiegen

Hitachi cancelt Pläne für Kernkraftwerk in Großbritannien

Eigentlich wollte die Hitachi Ltd. in Großbritannien ein neues Kernkraftwerk bauen. Doch dieser Plan ist nun komplett aufgegeben worden. Am 14. September gab die Firma bekannt, dass sie die Pläne zurückziehen.

Das Projekt wurde im Januar 2019 zunächst eingefroren. Doch kürzlich stellte Hitachi, ein in Tokyo ansässiges Elektronikunternehmen, fest, dass eine Wiederaufnahme der Arbeiten unmöglich sei.

Offizielle Entscheidung über Kernkraftwerk am 16. September

Die offizielle Entscheidung wird frühestens auf einer Vorstandssitzung am 16. September getroffen, und Hitachi wird dann die britische Regierung über den Rückzug informieren.

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Der Export von Atomkraftwerken, den die Administration von Premierminister Shinzo Abe gefördert hat, wird erneut gescheitert sein. Der Ausstieg wird auch ernsthafte Auswirkungen auf die Kernenergiepolitik der britischen Regierung haben, die auf ausländische Investitionen angewiesen ist.

Baukosten nehmen zu stark zu

Hitachi plante den Bau eines Zwei-Reaktor-Kernkraftwerks auf der walisischen Insel Anglesey durch ein britisches Atomkraftunternehmen, das es 2012 kaufte. Das Unternehmen strebte an, das Werk Mitte der 2020er Jahre in Betrieb zu nehmen.

Der Plan sah vor, dass von den Gesamtprojektkosten in Höhe von rund 3 Billionen Yen (etwa 24 Milliarden Euro) die britische Regierung 2 Billionen Yen (etwa 16 Milliarden Euro) als Darlehen gewähren würde, während Hitachi sowie die japanische Regierung und der private Sektor und ihre britischen Partner insgesamt 900 Milliarden Yen (etwa 7,2 Milliarden Euro) finanzieren würden. Es gab jedoch einen Anstieg der Bauausgaben, der unter anderem auf Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen war, und das Projekt war eingefroren worden.

Hitachi sieht keine Hoffnung auf Einigung

Obwohl Hitachi die Haltung vertreten hatte, dass die Wiederaufnahme des Projekts eine Option bleibe, falls die britische Regierung neue Vorschläge wie zusätzliche Unterstützung mache, teilten Quellen dem Mainichi Shimbun mit, dass „die Situation derzeit nicht anders ist“, und es scheint, dass das Unternehmen entschlossen ist, dass es keine Fortschritte mehr erwarten kann.

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