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Hitzebeständige Reissorten werden in Japan immer wichtiger

Reisbauern steigen auf Sorten um, die den Klimawandel standhalten sollen

Für Japans Reisbauern werden hitzebeständige Reissorten aufgrund der globalen Erwärmung und der befürchteten Ernteausfällen durch Dürren immer wichtiger.

Nach Angaben des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei wurden 2010 landesweit rund 37.700 Hektar und 2017 rund 93.800 Hektar hitzebeständige Reissorten angebaut.

Dies entspricht rund 7 Prozent der 1,37 Millionen Hektar, auf denen 2017 Reis als Grundnahrungsmittel angebaut wurden. Einige Sorten kommen dabei beim Kunden gut an, da sie gute Geschmacksbewertungen bekommen. Daher gehen Experten davon aus, dass immer mehr Reisbauern auf diese Sorten zurückgreifen werden.

Sainokizuna ist eine Saitama-Sorte, die 2014 registriert wurde. Ihr brauner Reis behält auch bei hohen Temperaturen eine hohe Qualität und Erntemenge bei. Die Japan Grain Inspection Association gab ihr 2017 die höchste Note – toku-A – in ihrer Geschmacksrangliste, dieselbe Note wie Koshihikari aus der Präfektur Niigata.

Ungefähr 19.480 Tonnen Sainokizuna wurden 2018 in Japan geerntet.

Klimaerwärmung trifft nicht nur Japans Reisbauern

Laut einem Bericht des Umweltministeriums vom Februar 2018 sind die Durchschnittstemperaturen in Japan in den letzten 100 Jahren um etwa 1,2° C gestiegen und werden im 21. Jahrhundert voraussichtlich sogar um 5,4° C steigen.

Selbst wenn die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden würden, würde das nichts an der Situation ändern, sagte ein Forscherteam, dass sich mit den Auswirkungen des Klimawandels für Japan beschäftigt hat.

Das Forschungsteam aus Mitgliedern des Meteorological Research Institute der Japan Meteorological Agency führte einige Simulationen durch. Basierend auf den Ergebnissen schätzten sie, dass die Tage, an denen die Temperatur über 35 Grad liegen wird, steigen würde, wenn die Temperatur um 2 Grad höher gegenüber dem Niveau vor der industriellen Revolution liegen würde.

Experten warnen, dass bei diesen Veränderungen die Reisernten in den Ebenen der Kanto-Region und in der Hokuriku-Region sinken werden.

Süden Japans leidet unter Dürre

Aktuell leidet der Süden Japans unter einer Dürre, da die Regensaison auf sich warten lässt.

Im Norden von Kyūshū und in der Yamaguchi-Region beginnen die Regenfälle üblicherweise in der ersten Woche im Juni, doch die ist bisher ausgeblieben.

Mittlerweile werden die Wasserstände der Staudämme in den Präfekturen Fukuoka und Saka knapp, so das Wassersparmaßnahmen eingeführt wurden.

Zum ersten Mal seit 10 Jahren hat die Gemeindeverwaltung der nahegelegenen Stadt Yukuhashi eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Dürre ins Leben gerufen. Seit dem 21. Juni senkt man den Wasserdruck für Trink- und Abwasser. Auch hat man Kontrollmechanismen für den Wasserzulauf an einigen Staudämmen in den Präfekturen Saga und Nagasaki eingeführt.

Rekordhitze bereits im Mai gemessen

Bereits im Mai hatte Japan mit der ersten großen Hitzewelle des Landes zu kämpfen.

Die Meteorological Agency verzeichnete Temperaturen von um die 30 Grad Celsius. Obihiro in Hokkaido erreichte 27,9 Grad und Aomori in der gleichnamigen Präfektur 27,7 Grad. In Kushima in Miyazaki kamen sogar 30,8 Grad Celsius zustande. Das ist der höchste Wert, den es je im Monat Mai gab.

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