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Hochgeschwindigkeits-Schiffe in Japan stehen vor Problemen

Neue Schiffe kaum finanzierbar

Die Hochgeschwindigkeits-Schiffe, Jetfoil, die das japanische Festland mit abgelegenen Inseln verbinden, stehen womöglich vor dem Aus.

Die geschätzte Lebensdauer vieler diese Schiffe ist bald zu Ende oder bereits abgelaufen, doch die Betreiber können sich keine neuen Schiffe anschaffen, da sie die Kosten nicht stemmen können.

Wegfall der Fährverbindung führt zu großen Problemen

Die Behörden dieser abgelegenen Inseln befürchten, dass, wenn es keine Fähren mehr geben sollte, es zu einem drastischen Bevölkerungsrückgang kommen wird. Außerdem würde dies bedeuten, dass der wirtschaftliche Abschwung deutlich beschleunigt wird.

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Daher fordern die Behörden, dass die japanische Regierung finanzielle Unterstützung bereitstellt. Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus hat eine Umfrage zur Lage der Jetfoils gestartet. Das erste Mal, dass das Ministerium so eine Maßnahme durchführt.

Sechs Reedereien in Japan betreiben Hochgeschwindigkeits-Schiffe

Zurzeit betreiben sechs Reedereien, laut dem Verkehrsministerium, 18 Hochgeschwindigkeits-Schiffe auf sechs Routen in Japan. Die Lebenserwartung solcher Schiffe wird auf 35 Jahre geschätzt. Es gibt aber keine gesetzlich festgelegte Lebensdauer.

Das älteste Schiff ist die Toppy 7 von Taneyaku Jetfoil Co., dass die Strecke Kagoshima, Tangegashima und Yakushima bedient. Das Schiff wurde vor 41 Jahren in Betrieb genommen.

Das zweitälteste Schiff ist die Ginga von Sado Steam Ship Co., das zwischen Niigata und Sado fährt und vor 39 Jahren in den Betrieb genommen wurde.

Regelmäßige Kontrollen sollen garantieren, dass die Sicherheit der Passagiere gewährleistet ist. Doch die Betreiber suchen auch nach Alternativen.

Schiff der Jetfoil-Klasse sind schneller als normale Hochgeschwindigkeits-Schiffe. Der Bau eines solchen Schiffes kostet ungefähr 5 Milliarden Yen. Da die Betreiber mittlerweile rote Zahlen schreiben, da die Passagierzahl ständig zurückgeht, ist die Investition in ein neues Schiff so gut wie unmöglich.

Darlehen soll bei Neuanschaffung von Jetfoils helfen

Die japanische Regierung gewährt unverzinsliche Darlehen zur Deckung von 45 Prozent der Kosten für den Bau eines neuen Jetfoil, sofern eine örtliche Behörde finanzielle Unterstützung für den Bau gewährt.

Die Tokai Kisen Co., die vier solcher Boote zwischen Tokyo und der Insel Izu Oshima südlich der Hauptstadt betreibt, ersetzte mit dem System ein 38 Jahre altes Schiff, nachdem sie von der Verwaltung der Metropolregion Tokyo Subventionen in Höhe von 2,3 Milliarden Yen erhalten hatte. Das neue Schiff soll bereits im nächsten Jahr in den Betrieb gehen.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Tokai Kisen die drei anderen Schiffe mit dem System ersetzen kann. Andere Kommunalverwaltungen haben aufgrund leerer Kassen allerdings Probleme, finanzielle Unterstützung für den Bau neuer Schiffe zu gewähren.

Jetfoils erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h

Jetfoils wurden 1974 von Boeing Co. entwickelt und können mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 80 km/h schneller als herkömmliche Hochgeschwindigkeitsschiffe fahren.

In Japan führte Sado Steam Ship Co. 1977 als erstes Unternehmen Jetfoils ein. Derzeit sind weltweit nur etwa 35 Schiffe im Einsatz, von denen 21 von japanischen Reedereien auf sieben Strecken im In- und Ausland betrieben werden.

Nach der Übernahme der Lizenz von Boeing im Jahr 1987 war Kawasaki Heavy Industries Ltd. in Japan das einzige Unternehmen der Welt, das über die Technologie zum Bau von Jetfoils verfügt.

MA

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