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Steigende Kosten und Widerstand

Hochgeschwindigkeitszugstrecke in Kyushu kämpft mit Problemen

Die Hochgeschwindigkeitszugstrecke Nishi-Kyushu wurde am 23. September teilweise in den Betrieb genommen und der Andrang auf die Tickets war groß. Die Zukunft der Shinkansen-Strecke ist allerdings unsicher, da die Kosten explodieren und es regionale Probleme gibt, die bewältigt werden müssen.

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Die mit 66 Kilometern kürzeste Shinkansen-Strecke in Japan, soll den Bahnhof Nagasaki mit dem Bahnhof Takeo-Onsen in der Präfektur Saga verbinden. Gemeinden und Unternehmen hoffen darauf, dass die Strecke dabei hilft, die lokale Wirtschaft anzukurbeln, die durch ausbleibenden Tourismus ins Wanken geraten ist.

Kosten der Hochgeschwindigkeitszugstrecke steigen

Allerdings hat die Hochgeschwindigkeitszugstrecke mit steigenden Kosten zu kämpfen. Ursprünglich waren für den Bau 500 Milliarden Yen (ca. 3,5 Milliarden Euro) eingeplant, mittlerweile belaufen sich die Kosten allerdings auf 619,7 Milliarden Yen (ca. 4,3 Milliarden Euro).

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Das Verkehrsministerium rechnete ursprünglich mit einem Verhältnis zwischen Nutzen und Ausgaben von 1,1:1, doch in der Prognose für 2019 sank das Verhältnis auf 0,5:1, vorwiegend wegen der steigenden Kosten.

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Die neue Shinkansen-Strecke wird die Fahrzeit zwischen dem Bahnhof Hakata in der Präfektur Fukuoka und Nagasaki um 30 Minuten auf 80 Minuten verkürzen.

Fahrgäste müssen bisher allerdings weiterhin auf die Schnellzüge zwischen den Bahnhöfen Takeo-Onsen und Hakata Station zurückgreifen.

Zudem wurde ausgerechnet, dass auf der neuen Hochgeschwindigkeitszugstrecke ein Sitzplatz ohne Reservierung 5.520 Yen (ca. 39,15 Euro) kosten wird, 460 Yen (ca. 2,36 Euro) mehr, als in einer vorherigen Rechnung.

Drei neue Bahnhöfe werden auf der Strecke zwinschen Takeo-Onsen und Nagasaki bedient. Eine konventionelle Linie, die den Bahnhof Isahaya mit dem Bahnhof Hizen-Yamaguchi verbindet, verläuft parallel zur neuen Shinkansen-Strecke.

Der neue Abschnitt der Strecke wird nicht direkt mit der Kagoshima-Strecke der Kyushu Shinkansen-Linie verbunden sein, was Zweifel daran aufkommen lässt, inwieweit die Fahrgastzahlen steigen werden.

Widerstand in der Präfektur Saga

Das Verkehrsministerium möchte so schnell wie möglich, die Strecke auf dem Abschnitt ausbauen, allerdings gibt es großen Widerstand in der Präfektur Saga.

Die Präfekturverwaltung befürchtet, dass, wenn die gesamte Strecke gebaut wird, viele Passagiere nur durch Saga fahren würde, was der regionalen Wirtschaft keinen Vorteil bringt.

Eine weitere Befürchtung ist, dass sich JR Kyushu aus dem Betrieb der parallel verlaufenden konventionellen Strecken zurückziehen oder seine Expresszugdienste einstellen könnte.

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