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Einfach wegwerfen? Nein

Hohe Lagerkosten für unbenutzte Abenomask bleiben in Japan ein Problem

MS: Die großen Mengen an unbenutzten eingelagerten Abenomask werden in Japan zu einem immer größer werdenden Problem. Was aktuell noch nicht benötigt wird, muss schließlich irgendwo sicher untergebracht werden und der dafür benötigte Lagerplatz war und wird immer teurer. Nun hat sich der japanische Premierminister, Fumio Kishida, zu diesem Problem geäußert.

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Kishida sagte, er werde prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, die eingelagerten Masken kostengünstig zu nutzen. Mit dieser Stellungnahme, vorgetragen auf der Sitzung des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses am Morgen des 14. Dezember, reagierte er auf eine Befragung von Seiji Osaka, dem amtierenden Vorsitzenden der wichtigsten oppositionellen konstitutionellen Demokratischen Partei Japan.

Das Problem der stetig wachsenden Lagerkosten

Die Masken, die die Regierung angesichts der Pandemie angeschafft hatte, sind vielleicht im Einzelnen weder groß noch schwer, aber ihre schiere Masse kostet das Land so einiges.

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Für 80 Millionen unbenutzte Stoffmasken fielen bis März dieses Jahres etwa 600 Millionen Yen an Lagerkosten an und der Kostenberg wächst unaufhörlich weiter.

Die Regierung plant, die Masken an lokale Regierungen und Einzelpersonen, die sie wollen, zu verteilen, aber der Minister für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt Shigeyuki Goto verwies in der Sitzung des Haushaltsausschusses bereits darauf, dass „es schwierig ist, zu sagen, wie lange es dauern wird (bis die Verteilung abgeschlossen ist).“

Das Abenomask-Desaster

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Die Initiative der japanischen Regierung, zwei Stoffmasken an jeden Haushalt des Landes zu verteilen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, war von der Regierung des ehemaligen Premierministers Shinzo Abe unterstützt worden. So kam die sarkastische Bezeichnung „Abenomask“ (Abes Masken) in Umlauf, ein wirtschaftspolitisches Wortspiel, das sich auf die „Abenomics“-Regierung bezieht.

Abenomask sorgte schon mehrfach für einen regelrechten Hagel an Kritik und Spott innerhalb der Bevölkerung.

Osaka hatte Kishida des Weiteren gefragt, ob auch das Wegwerfen der unbenutzten Masken in Betracht gezogen würde, woraufhin der Premierminister allerdings erwiderte: „Zuerst möchte ich einen Weg finden, sie effektiv zu nutzen.“ Bezüglich der Gültigkeit der von der Abe-Regierung durchgeführten Maskenverteilung sagte Kishida: „Ich würde gerne noch einmal darüber nachdenken, wo und wie dies konkret überprüft werden kann.“

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