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Hohes Erdbeben-Risiko für Japans Nordosten

In den nächsten 30 Jahren soll die Wahrscheinlichkeit für Erdbeben der Stärke 7 oder 8 in Japan stark steigen. Das erhöhte Risiko besteht für alle Gebiete entlang des Grabens im Pazifik und somit ist vor allem Japans Nordosten davon betroffen.

Das Erdbebenforschungskomitee stellte dabei zahlreiche interessante Vorhersagen auf. Eine davon besagt, dass glücklicherweise das Risiko für ein erneutes Beben der Stärke 9 nahezu bei Null liegt. Das letzte Mal geschah ein solch heftiges Erdbeben im März 2011 im Osten Japans. Es ereignete sich in der gleichen Grabenregion wie der, für die das Komitee aktuell die Schätzungen nach oben korrigierte. Die letzte solche Berechnung fand im November 2011 statt.

In der neusten langfristigen Schätzung sagte das Gremium, dass es eine 50-prozentige Chance für ein Erdbeben der Stärke 7 bis 7,5 vor der Präfektur Fukushima gebe. Dies ist eine besonders hohe Korrektur nach oben, denn zuvor schätzte das Komitee die Wahrscheinlichkeit auf bloß 10 Prozent ein. Auch die Wahrscheinlichkeit für Beben der Stärke 7,9 vor der Präfektur Miyagi musste um fast 20 Prozent nach oben korrigiert werden. Dort lag die erste Schätzung bei fast 0 Prozent.

Das Komitee macht sich dabei ganz besonders um die Einschätzungen der Bürger Sorgen. Denn Vorsitzender Naoshi Hirata erklärte: „Nur weil es in den letzten Jahren ein schweres Erdbeben gegeben hat, möchten wir nicht, dass die Menschen davon ausgehen, dass es danach eine Weile nicht zu einem erneuten schweren Beben kommen kann.“ Aus diesem Grund forderte das Panel alle Einwohner Japans nachdrücklich dazu auf, das heftige Beben von 2011 nicht zu vergessen. Sie sollen außerdem jederzeit für ein erneutes starkes Beben bereit sein. Nur durch ständige Aufmerksamkeit und Vorbereitung ist jeder Bürger auf eine Katastrophe bestmöglich vorbereitet.

Heftige Erdbeben können in Japan jederzeit auftreten

Denn auch das heftige Erdbeben am 11. März 2011 traf das Land unvorbereitet. Noch dazu löste es eine Welle von Katastrophen aus. Eine riesige Tsunami-Welle entstand, zerstörte große Teile des Landes und tötete zahlreiche Menschen. Doch dann folgte zudem noch ein nuklearer Unfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi, der Japan vor zusätzliche Probleme stellte. Das Risiko für eine erneute solche Katastrophe besteht dauerhaft. Dies sollten sich alle Menschen bewusst machen.

Da das Gremium nur einige Monate nach dem verheerenden Erdbeben 2011 noch keine guten Schätzungen abgeben konnte, entschied es sich, diese zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu überdenken. Dieses Mal wollen sie ihre Bewertungen genauer und besser gestalten. Auf diese Weise soll auch all das, was das Gremium seit dem großen Beben gelernt hat, zur Anwendung kommen. Die neusten Schätzungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeiten fast alle fehlerhaft geschätzt waren und nach oben korrigiert werden müssen. So ist beispielsweise die vorherige Wahrscheinlichkeit von einem Beben der Stärke 7,4 bei der Präfektur Miyagi von nahezu 0 Prozent auf 50 Prozent gestiegen.

Das Komitee berechnet die Erdbebenwahrscheinlichkeiten basierend auf der Zeit, die seit dem letzten großen Erdbeben vergangen ist. Dabei misst es einen bestimmten Zyklus, in dem ein erneutes Beben ähnlicher Größe in einem festen Gebiet auftritt. Kann kein fester Zyklus festgestellt werden, so erweitert es das Gebiet. Auf diese Weise kann das Gremium feststellen, wie häufig in einem gewissen Areal große Erdbeben auftreten. Seit letztem Juni gibt es eine Karte, auf der die Wahrscheinlichkeiten für starke Erdbeben in den nächsten 30 Jahren in entsprechenden Gebieten verzeichnet sind. Als „hoch“ ist dabei jede Wahrscheinlichkeit, die über 26 Prozent liegt, bezeichnet. Eine Wahrscheinlichkeit zwischen 3 und 26 Prozent ist als „etwas erhöht“ betitelt.

Quelle: KyodoNews

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