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Wegen steigender Neuinfektionen

Hokkaido bereitet den Stopp der Reisesubventionierung vor

Hokkaido, Japans nördlichste Hauptinsel, bereitet sich darauf vor, angesichts der steigenden Infektionszahlen Buchungen für Reisen in die Region, im Rahmen der Reisesubventionierung Go To Travel, zu stoppen.

Japans Premierminister hatte am Samstag angekündigt, dass die Regierung die Reisesubvention in Regionen mit einer hohen Zahl von Corona-Infizierten aussetzten wird. Er ließ einen genauen Termin für den Stopp allerdings offen.

Hokkaido will genauen Zeitraum noch festlegen

Hokkaido will bis heute den genauen Zeitrahmen und die Bedingungen für den Stopp erörtern und ihre Position der Regierung bald mitteilen.

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Die Präfektur erlebt seit Tagen einen Anstieg der täglichen Neuinfektionen, die am Freitag das erste Mal die 300er-Marke überschritten. Japan meldete am Sonntag zum fünften Mal in Folge mehr als 2.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Reisesubventionskampagne Go To Travel wurde Ende Juli gestartet und deckt etwas die Hälfte der Ausgaben für Inlandsreisen ab. Ziel ist es der Tourismusindustrie zu helfen, die durch die Pandemie zu kämpfen hat.

Gesundheitsexperten sehen Stopp als richtigen Schritt

Hokkaidos Gouverneur Naomichi Suzuki hatte sich negativ über einen Stopp der Kampagne geäußert und auf einer Pressekonferenz letzte Woche gesagt: „Ich glaube nicht, dass ruhiges Essen in einem Hotel, in dem Maßnahmen gegen Infektionen getroffen wurden und das Baden in Thermalbädern Faktoren sind, die die Ausbreitung von Infektionen auslösen.“

Er änderte seine Meinung allerdings, als das Gremium von Gesundheitsexperten vergangene Woche dazu geraten hatte, über eine Aussetzung der Kampagne nachzudenken.

Bisher wurden im Rahmen des „Go To Travel“-Programms rund 40 Millionen Reisen gebucht.

Toshio Nakagawa, Leiter der Japan Medical Association, sagte, es gebe keine konkreten Beweise dafür, dass das Reiseprogramm für den jüngsten Anstieg der Coronavirus-Fälle verantwortlich sei, aber es ist nicht zu verkennen, dass es als Katalysator gewirkt hat.

Gesundheitsexperten beschreiben das Wiederaufleben als dritte Infektionswelle und führen dies auf die kühleren Temperaturen zurück, die die Menschen dazu bringen, mehr Zeit in geschlossenen Räumen zu verbringen, oft in Räumen ohne ausreichende Belüftung, die die Ausbreitung des Virus stoppen kann.

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