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Hokkaido gedenkt Erdbebenopfern von 2018 erstmalig

2018 war ein schweres Jahr, das von zahlreichen Naturkatastrophen geplagt war. Zu den schlimmsten Ereignissen gehörte das Erdbeben in Hokkaido am 6. September, das mehrere Menschen das Leben kostete. Nun genau ein halbes Jahr später gedachte die Präfektur der Verstorbenen.

In der ganzen Region hielten die Menschen am Mittwoch einen Moment inne und beteten für die Toten. Unter anderem trafen sich Menschen in der Notunterkunft in Atsuma zum Beten. Aktuell leben immer noch 890 Menschen aus 352 Haushalten in Atsuma, Abira und Mukawa in den Behelfsunterkünften. Die meisten haben große Probleme, ihr Leben zu meistern und wünschen sich, bald heimzukehren. Viele klagen dazu über gesundheitliche Probleme aufgrund des kalten Klimas. Sie fordern von der Regierung deswegen mehr Unterstützung für ihre Gesundheit und den Wiederaufbau.

Mitarbeitern des Freiwilligenzentrums von Atsuma hielten die Menschen eine Schweigeminute ab. Anschließend bedankte sich Zentrumchef Toshihiko Matsuda bei allen Freiwilligen, die in den letzten sechs Monaten die Menschen unterstützten. In seiner kleinen Rede versprach er, weiter an der Wiederbelebung der Gemeinde zu arbeiten. Der Bürgermeister der Stadt, Shoichiro Miyasaka, meldete sich ebenfalls bei den Menschen über das Wireless System.

Stromausfälle und Erdrutsch bleiben in Erinnerung

Atsuma war im September die am schwersten getroffene Stadt. Zahlreiche Erdrutsche blockierten Straßen und zerstörten Häuser. Da nur ein Tag zuvor der zerstörerische Taifun Jebi in der Region wütete, sorgte das Beben für besonders viele Probleme und Chaos. Die Stadt beklagte 36 Tote, 61 Verletzte, 192 komplett zerstörte Häuser und 278 teilweise beschädigte Gebäude. Zusätzlich kam es im Wärmekraftwerk zu einem Brand, der zu Stromausfällen in ganz Hokkaido führte, die mehrere Tage anhielten.

Insgesamt kostete das Beben mit einer Stärke sieben auf der japanischen Skala 42 Menschen das Leben. 767 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen und 415 Häuser wurden komplett zerstört. Aufgrund der Nachwirkungen des Taifuns und der vielen Nachbeben gingen die Aufräumarbeiten nur langsam voran. Nachträgliche Erdrutsche stellten dazu eine unbeherrschbare Gefahr für alle da.

Quelle: NHK

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