• Japan News
  • Podcast
  • Kazé Anime Nights
Home News Homosexuelles Ehepaar verklagt Japan für ein Langzeitvisum
Anzeige

Homosexuelles Ehepaar verklagt Japan für ein Langzeitvisum

Fünfmal stellte der Amerikaner bereits einen Antrag, der immer abgelehnt wurde

Wer in Japan eine dauerhafte Aufenthaltsberechtigung haben will, hat es nicht ganz einfach. Wer mit einem japanischen Staatsbürger verheiratet ist, hat es vielleicht ein klein wenig einfacher. Gleichgeschlechtliche Paare müssen sogar noch mehr dafür kämpfen, weswegen nun ein Amerikaner, der mit einem Japaner verheiratet ist, Japan für sein Visum verklagt.

Am Donnerstag reichte Andrew High die Klage gegen die japanische Regierung beim Bezirksgericht Tokyo ein. Neben einem Langzeitvisum fordert er dabei zusätzlich noch Schadensersatz von ungefähr 93.000 Euro. Schon seit 15 Jahren lebt High mit seinem Partner Kohei in Tokyo, den er 2015 in den USA heiratete. Dass er kein dauerhaftes Visum bekommt, schränkte das Paar deswegen in ihrer Freiheit als Familie ein.

Einwanderungsbehörde reagiert bereits

Der Anwalt Masako Suzuki erklärte, dass es diskriminierend sei, wenn seine beiden Klienten als Ehepaar nicht dauerhaft in Japan zusammenleben dürfen, Ausländer, die eine japanische Person des anderen Geschlechts heiraten, jedoch schon. Wenn heterosexuelle Ehepartner ein Langzeitvisum erhalten, dürfen sie fünf Jahren in Japan bleiben. Danach müssen sie erneut eins beim Justizministerium beantragen, das über den weiteren Verbleib entscheidet.

Mehr zum Thema:
Japan vergibt langfristige Aufenthaltsberechtigung an einen Transgender-Ausländer

Die japanische Einwanderungsbehörde gab bereits bekannt, dass sie die Einzelheiten der Klage überprüfen und dann angemessen reagieren. Die Schwierigkeit in dem aktuellen Fall ist: Obwohl die beiden Herren rechtlich verheiratet sind, wird es in Japan nicht anerkannt. In dem Land gibt es nämlich nach wie vor nicht die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, was für sie den Alltag massiv erschwert.

Fünf erfolglose Anträge

Seit 2018 hat High schon fünfmal versucht, ein Langzeitvisum in Japan zu erhalten. Jedes Mal erhielt er allerdings von dem Justizministerium eine Ablehnung. Aktuell lebt er deswegen mit einem normalen befristeten Visum in Japan mit seinem Mann. Sollte er jedoch kein weiteres Visum in der Zukunft erhalten, droht ihm die Abschiebung und Trennung von seinem Mann.

Allerdings könnte High tatsächlich mit seiner Klage Erfolg haben. Zu Jahresbeginn gab es schon einen ähnlichen Fall mit einem Taiwaner. Er durfte trotz einer Abschiebeanordnung weiter mit seinem japanischen Partner im Land bleiben, da das Justizministerium einen Sonderstatus genehmigte. Zuvor lief sein Visum aus und er blieb trotzdem in Japan bei seinem Partner, was zu dem Abschiebungsverfahren führte.

Quelle: MS

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück