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Militär hält sich nicht Regelungen

Hubschrauber des US-Militärs begehen in Tokyo zahlreiche Verstöße

Das in Japan stationierte US-Militär ist dafür bekannt, dass sie sich nicht gerne an Regeln halten und immer wieder Probleme machen. Untersuchungen zeigten nun, dass US-Militärhubschrauber in Tokyo sich wiederholt nicht an Vorschriften gehalten haben.

Im März hatte die Zeitung Mainichi Shimbun bereits einen Bericht veröffentlicht, in dem sie dokumentierten, dass die US-Militärhelikopter tiefer flogen als erlaubt und augenscheinlich ungenehmigte Übungen am Tokyo Skytree durchführten.

Landungen auf Parkplätzen

Nun berichtet die Zeitung von weiteren Vergehen. In 21 Fällen sollen die Helikopter in nicht ausgewiesenen Pläze in der Nähe der National Graduate Institute for Policy Studies und dem National Art Center in Tokyo gelandet oder gestartet sein. Nach dem japanischen Gesetz sind alle Helikopter dazu verpflichtet auf Landeplätzen zu landen, die mit einem H markiert sind.

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Auf Aufnahmen ist allerdings deutlich zu sehen, wie das US-Militär auch auf Plätzen mit einem P landet, was reguläre Parkplätze direkt neben dem Helipad sind. Eigentlich sollen die US-Helikopter den Roppongi-Hubschrauberlandeplatz nutzen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Es wird vermutet, dass das dem US-Militär jedoch zu umständlich ist und sie deswegen die Parkplätze nutzen.

Was besonders empört, ist der Fakt, dass das US-Militär den Landeplatz unbedingt haben wollte. Die Landezone wurde 1983 auf Land eingerichtet, was Tokyo der US-Regierung geliehen hatte, da das restliche Gelände wegen Straßenbauarbeiten nicht nutzbar war.

US-Militär widerspricht eigene Aussagen

Als die Arbeiten jedoch 1993 abgeschlossen waren, wollte die USA das Land nicht zurückgeben und bot stattdessen einen Ersatz an. Als Erklärung gab das US-Militär an, dass der Landeplatz sicherer sei und sie die anliegende Universität und das Kunstmuseum weniger mit dem Lärm stört. Nun scheint das, dem Militär jedoch ziemlich egal zu sein.

Dazu kommen 12 weitere Fälle, bei denen UH-1- und Seahawk-Hubschrauber vor der Landung oder nach dem Start auf dem Landeplatz sehr tief über Wohn- und Gewerbegebiete des Azabu Distrikts flogen. Die Vorfälle stehen ebenfalls im Widerspruch mit Aussagen des US-Militärs.

Sie hatten Helikopter der Feuerwehr von Tokyo bei der Nutzung des Landesplatzes angewiesen, dass sie über den Aoyama Friedhof vor der Landung fliegen sollen, da dort keine Menschen wohnen. Alle Helikopter der Feuerwehr haben sich laut Bericht daran gehalten. Die US-Militärhubschrauber sind hingegen die Lärmbelästigung und Sicherheitsmaßnahmen ziemlich egal.

Hubschrauber wurden bei Übungen beobachtet

Laut dem Bericht der Zeitung nehmen die Hubschrauber zusätzlich an sogenannten „touch-and-go“-Übungen teil, bei denen sofort nach dem Landen wieder gestartet wird. Eigentlich ist der Landeplatz hauptsächlich dazu gedacht, dass hochrangige US-Regierungs- und Militärbeamte von Militäreinrichtungen aus ganz Japan eingeflogen werden.

Der Bericht ist Teil einer Untersuchung zu den Flügen des US-Militärs. Mainichi beobachtet zwischen Juli 2020 und Januar 2021 an 90 Tagen für drei bis fünf Stunden die Luftfahrzeuge an mehreren Standpunkten, darunter in der Innenstadt von Tokyo.

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