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Mit kreativen Ideen gegen anhaltende Unbeliebtheit

Ibaraki erneut die unbeliebteste Präfektur Japans

Jedes Jahr ermittelt ein Marktforschungsinstitut den Beliebtheitsgrad jeder Präfektur Japans. Dieses Jahr hat es dabei Ibaraki ein weiteres Mal geschafft, den letzten Platz im Ranking zu belegen.

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2020 schaffte es die Präfektur Ibaraki zumindest noch auf den 42. Platz. Dieses Jahr hat es wieder nur für Platz 47 gereicht, was die Präfektur erneut als die unbeliebteste des ganzen Landes auszeichnet.

Eine Umfrage von hohem Gewicht

Um ermitteln zu können, wie attraktiv die Präfekturen innerhalb der Bevölkerung angesehen werden, wird jedes Jahr eine Umfrage durchgeführt, die genau 89 Fragen umfasst.

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Die Teilnehmenden sollen dort unter anderem angeben, ob sie alle Präfekturen Japans kennen, ob sie alle bereits besucht haben oder prinzipiell dazu bereit wären, jede von ihnen zu besuchen. Dieses Jahr nahmen 35.000 Personen an der Befragung teil. Die Befragung selbst fand online statt.

Aufgrund ihrer Antworten erhalten die einzelnen Präfekturen vom Brand Research Institute, einer Beratungsagentur für regionale Marken mit Sitz in Tokyos Minato-Bezirk, Punkte. Bei der Berechnung werden auch Faktoren wie die Alters- und Bevölkerungsverteilung der befragten Personen miteinbezogen.

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Den diesjährigen Umfrageergebnissen zufolge darf die Präfektur Hokkaido ihren Titel als beliebteste Präfektur Japans behalten. Damit konnte sie nun zum 13. Mal in Folge den ersten Platz für sich beanspruchen und auch die Plätze zwei bis vier haben sich seit dem letzten Jahr nicht verändert.

Kyoto belegte erneut den zweiten, Okinawa den dritten und Tokyo den vierten Platz. Osaka konnte einen Platz gutmachen und steht nun auf dem fünften Platz.

Ibaraki will wieder beliebter werden

Schon wieder nur der letzte Platz? Kein Grund, um aufzugeben.

In Ibaraki will man etwas gegen die Unbeliebtheit und das schlechte Image der eigenen Präfektur tun und so schuf man wortwörtlich ein neues Gesicht, das die Region von nun an repräsentieren soll.

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Hiyori Ibara ist das neue Aushängeschild von Ibaraki. Virtual YouTuber erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und auf diesen Zug möchte nun auch die Präfekturregierung aufspringen.

Virtuelle YouTouberin der Präfektur Ibaraki
Hiyori Ibara präsentiert Ibarakis Sehenswürdigkeiten.

Der virtuelle weibliche Charakter vertritt inzwischen ganz offiziell die Präfektur Ibaraki, wobei sie z.B. in Werbevideos die Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten der Präfektur vorstellt.

Ein Problem, viele Lösungsansätze

Viele Präfekturen, die im Beliebtheitsranking nicht so gut abschneiden, entwickeln kreative Ideen, mit denen sie ihr Image aufbessern wollen.

Auch in der Präfektur Tochigi, die im letzten Jahr selbst den 47sten Platz im Ranking belegte, kämpft man gegen die Unbeliebtheit der eigenen Region an.

Einige Beamte der Präfektur waren über diese Platzierung verärgert und starteten eine Werbekampagne, die sich genau auf diesen Titel der unbeliebtesten Präfektur Japans stützte.

Die Kampagne mit dem Titel „Präfektur Tochigi, die bei Platz 47 beginnt“ zeigt einen Werbespot, in dem eine Frau einen Möchtegern-Verehrer fragt: „Kannst du Tochigi in Kanji schreiben?“ und dann hinzufügt: „Ich mag jemanden, der sich um das unausgereifte Tochigi kümmert.“

Die Präfekturregierung investierte bisher 30 Millionen Yen (ca. 228.941 Euro) in diese Projekte. „Wir werden die Attraktivität von Tochigi weiter verbreiten“, sagte ein Vertreter, nachdem nun die neuen Umfrageergebnisse bekannt wurden.

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