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Illegal gefangener Fisch in Restaurant verkauft

Das Restaurant gehört einem Verwandten eines Syndikatschefs

Japan hat immer wieder Probleme mit Wilderei im Bereich des Fischfangs. Viele Fische sind geschützt oder unterliegen vorgegebenen Fangquoten, sodass nicht viele von ihnen gefangen werden dürfen. Daran halten sich Wilderer allerdings nicht. In einer Gaststätte im Südwesten Japans ist nun ein solcher illegal gefangener Fisch auf der Speisekarte gelandet.

Das Restaurant, das sich vor der JR Nagasaki Station befindet, ist bei Touristen und Arbeitern wegen der günstigen und leckeren Gerichte bleibt. So gibt es hier ein Meeresfrüchte-Domburi (eine Bowl) für nur 500 Yen (4,31€). Auch viele Reisschüsseln sind beliebte Gerichte. Und in einer solchen Diskontsashimi-Reisschüssel wurde nun der illegal gefangene Fisch gefunden, so die Polizei.

Illegaler Fisch von Verbrechergruppe gefangen

Der Fisch wurde wohl von einer organisierten Verbrechergruppe gefangen und an das Restaurant verkauft. Das sei gar nicht so erstaunlich, gab die Polizei bekannt, da das Restaurant von einem Verwandten einer hochrangigen Persönlichkeit der Kriminalitätsgruppe geleitet wurde. Verbindungen in die Verbrechensszene waren also vorhanden. Dieser Chef der Verbrechergruppe und andere Mitglieder seines Syndikats wurden bereits 2016 wegen Wilderei in den Gewässern vor Nagasaki angeklagt. Sie betrieben die Wilderei aber immer weiter und belieferten so auch das Restaurant mit illegal gefangenem Fisch wie z.B. er roten Meerbrasse.

Das Vorgehen ist dabei immer dasselbe: Die Bande leiht sich in Nagasaki eine Tauchausrüstung und weist den Mitgliedern Rollen zu, von denen einige für das Angeln und andere für das Fahren der Boote oder als Wachposten bestimmt sind, so die Polizei. Doch nun flog die Gruppe endgültig auf.

Kunden des Restaurants zeigen sich erstaunt

Die Ermittler fanden während einer Razzia in einem Besucherzentrum im Rotlichtviertel der Stadt bereits im August etwa 200 Kilogramm vakuumverpackte gefrorene Fischfilets. Diese waren alle für das Restaurant bestimmt. Das Zentrum stand unter der Kontrolle des Chefs der Yakuza-Gruppe, so die Polizei.

Die Kunden des Restaurants, das immerhin einen Jahresumsatz von 300 Millionen Yen (2.585.932€) erwirtschaftet hat, sind überrascht und schockiert. „Ich ging ein paar Mal ins Restaurant, weil es billig war, aber ich hätte nie gedacht, dass eine Gruppe des organisierten Verbrechens involviert wäre“, sagte ein Geschäftsmann in den 20er Jahren.

Illegaler Fischfang einfache Einnahmequelle

Die Polizei vermutet, die Gruppe hätte sich der Wilderei zugewandt, nachdem viele weitere illegale Finanzierungsmöglichkeiten durch ein Gesetz aus dem Jahr 1992 eingeschränkt worden seien. So sei die Wilderei eine einfache Möglichkeit gewesen. Die Polizei möchte nun Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Das Restaurant wurde geschlossen.

Quelle: kyodo

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