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Kosten zu hoch

Immer mehr ausländische Studenten müssen ihr Studium in Japan abbrechen

Immer mehr ausländische Studenten in Japan müssen wegen zu viel oder zu wenig Arbeit ihr Studium abbrechen.

Wenn Studenten zu viel arbeiten, verletzt dies die Bedingungen für das japanische Studentenvisa, arbeiten sie zu wenig, können viele ihr Studium nicht mehr bezahlen. Dieser schmale Grat entwickelt sich für viele ausländische Studenten zu einem Stolperstein.

Verlängerung des Visums wegen zu vielen Arbeitsstunden verweigert

So geht es auch einer Vietnamesin, die einen Brief des Osaka Regional Immigration Bureau erhalten hat, in dem ihr gesagt wurde, dass sie ihr Studentenvisum nicht verlängern darf.

Der Antrag der Studentin wurde abgelehnt, weil sie mehr als die 28 Stunden pro Woche gearbeitet hatte, die ausländischen Studenten nach dem Gesetz über Einwanderungskontrolle und Flüchtlingsanerkennung (Immigration Control and Refugee Recognition Act) erlaubt sind.

Mehr zum Thema:  Keine guten Jobaussichten für ausländische Studenten in Japan

Die 25-Jährige kam im Januar 2019 nach Japan und verdiente durch ihre Arbeit in einer Bento-Lunchbox-Fabrik und einem Pflegeheim rund 150.000 Yen pro Monat, während sie gleichzeitig eine japanische Sprachschule besuchte.

Die Frau musste 70.000 Yen verdienen, um ihre Lebenshaltungskosten und einen Teil ihrer Ausgaben für die Schule zu decken, sowie ein Eintrittsgeld und das Schulgeld für die Berufsschule in Höhe von insgesamt 390.000 Yen, die bis September 2019 fällig waren.

Sie konnte das Geld nur durch Kürzungen bei den Lebensmittelausgaben und 150 Stunden Arbeit im Monat zusammenbekommen.

Studenten haben zu wenig Geld und zu hohe Kosten

Laut einer Umfrage der Japan Student Services Organization hatten ab 2017 75 Prozent der ausländischen Studenten im Land einen Teilzeitjob.

Toshiaki Torimoto, Leiter einer in Hyogo ansässigen gemeinnützigen Organisation, die sich für die Förderung des kulturellen Austauschs zwischen Vietnam und Japan einsetzt, sagte dazu: „Länder wie Vietnam sind im Vergleich zu Japan arm und es gibt viele ausländische Studenten, die weder Stipendien noch Unterstützung von ihren Familien erhalten. Die Realität sieht so aus, dass sie Geld verdienen müssen, um ihren Lebensunterhalt und ihre akademischen Ausgaben selbst zu bestreiten.“

Oft verschulden sich Studenten auch, weil sie innerhalb der 28-Stunden erlaubter Arbeitszeit nicht genug Geld verdienen können, um sich über Wasser zu halten.

Die Zahl der ausländischen Studenten in Japan ist gestiegen, auch aus Vietnam, Nepal und Myanmar. Allein in der Präfektur Hyogo gibt es mehr als 10.000 Studenten und sie unterstützen die japanische Gesellschaft als Angestellte in Lebensmittelgeschäften und Restaurants und verdienen gleichzeitig das Geld, das sie zum Leben und für den Schulbesuch benötigen.

Gleichzeitig befinden sie sich als Person, die in einem fremden Land leben, in einer verwundbaren Position, und viele von ihnen kämpfen finanziell oder mit Konflikten mit ihren Universitäten oder Schulen.

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