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Virus auf der Insel Sado eingeschleppt

Immer mehr Coronavirus-Infektionen in Japan – auch Iwate meldet erste Infektion

Japan meldete das erste Mal 1.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus an einem Tag, auch die Präfektur Iwate hat seine ersten zwei Patienten.

Mittlerweile meldeten alle 47 Präfekturen pro Tag immer mehr Infektionen, die Präfektur Iwate war bisher von dem Virus verschont geblieben.

Covid-19-Infektion durch die „Go To Travel“-Kampagne

Tokyo meldete 250 Infektionen und bleibt weiterhin die am schlimmsten betroffene Präfektur. Osaka meldete mit 221 Fällen steigende Zahlen und auch Aichi meldet pro Tag deutlich mehr Infektionen.

Auch die Insel Sado, die zur Präfektur Niigate gehört, bestätigte eine Infektion. Der Virus wurde vermutlich durch die „Go To Travel“-Kampagne auf die Insel eingeschleppt, da über das verlängerte Wochenende viele Menschen die Zeit genutzt haben, Sado zu besuchen.

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Da es in Sado nur vier Betten für die Behandlung von Infektionskrankheiten gibt, hat die Infektion bei den Einwohnern Angst ausgelöst.

Osaka zieht mittlerweile Konsequenzen und hat ein Verbot für Gruppen größer als fünf Personen ausgesprochen.

Maßnahme in Osaka ohne wissenschaftlicher Begründung

Das Verbot tritt am Samstag in Kraft und wird erst einmal bis zum 20. August bestehen. Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura traf die Entscheidung nach Rücksprache mit einem lokalen Komitee von Gesundheitsexperten.

„Die Regierung hat darum gebeten, dass große Gruppen von Menschen nicht auswärts essen. Aber besonders viele jüngere Leute fragen, was mit großen Gruppen gemeint ist?“, erklärte Yoshimura. „Um jüngeren Menschen eine klare Botschaft zu vermitteln, dachten wir, es sei an der Zeit, sie zu bitten, nicht in Gruppen einer bestimmten Anzahl von Menschen auszugehen.“

Der Gouverneur sagte auch, dass die Entscheidung nur von politischer Natur war und keine klare wissenschaftliche Begründung hat.

Erneute Schließung von Unternehmen durch zögernde Regierung nicht möglich

Angesichts des Anstiegs der Zahl der Infektionen in den letzten Tagen, insbesondere bei jüngeren Menschen, stellen die Gouverneure der Präfekturen erneut die Frage, ob öffentliche Einrichtungen und Unternehmen darum gebeten werden sollen, zu schließen.

Die japanische Regierung tut sich allerdings schwer mit dieser Überlegung, da dies zu weiteren wirtschaftlichen Schäden führen und Forderungen von Unternehmen nach einer Finanzierung laut werden würde.

Die Finanzierung eines erneuten Herunterfahrens der Wirtschaft ist für viele Präfekturen mittlerweile schwierig, daher müsste die Regierung Garantien geben.

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