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Fahrschule als Urlaubsreise

Immer mehr fragwürdige Reisepakete im Rahmen der „Go To Travel“-Kampagne

JP – Die „Go To Travel“-Kampagne soll den Tourismus in Japan ankurbeln, indem inländische Reisen subventioniert werden, einige Reisebüros schießen allerdings über das Ziel hinaus und bieten fragwürdige Reisepakete an.

Experten glauben, dass der Grund dafür die zu schnelle Einführung der Kampagne ist und viele Punkte nicht bedacht wurden.

Reisepakete mit Gutscheinen, die sich leicht in Bargeld umwandeln lassen

Ein Reisebüro in Tokyo hat ein Hotelpaket im Wert von 40.000 Yen angeboten, Einkaufsgutscheine haben vom Gesamtpreis 30.000 Yen ausgemacht.

Das Paket wurde im Internet kritisiert, da der Wert der Einkaufsgutscheine den Betrag übersteigt, den eine Person für das Paket normalerweise bezahlen muss.

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Die japanische Tourismusbehörde schaltete sich daraufhin ein und teilte dem Reisebüro mit, dass das angebotene Paket ein Problem darstellt, da die Gutscheine leicht in Bargeld umgewandelt werden können.

Unternehmen ist es untersagt, im Rahmen der „Go To Travel“-Kampagne Reisepakete in Verbindung mit Gutscheinen anzubieten, die sich leicht zu Geld umwandeln lassen können.

Das stört aber viele Reisebüros nicht, denn immer mehr bieten in Japan Pakete mit Gutscheinen und Prepaid-Karten an. Es gibt auch Pakete mit Gutscheinen, die für den Kauf lokaler Spezialitäten verwendet werden können, sowie Eintrittskarten für touristische Einrichtungen.

„Wir können sie nicht einheitlich verbieten, denn wichtig ist, ob sie dem Zweck der Tourismusförderung entsprechen“, so ein Sprecher der japanischen Tourismusbehörde.

Die Mitarbeiter der Behörden suchen solche Reisepakete und wenden sich dann an die Unternehmen, um sie darauf hinzuweisen, dass so ein Paket nicht erlaubt ist.

Fahrschule als subventionierte Reise

Immer beliebter werden auch Pakete, die einen Fahrunterricht umfassen. Für viele Menschen ist es so eine günstige Methode, an einen Führerschein in Japan zu kommen.

Die Tourismusbehörde sieht in solchen Paketen kein Problem, da die Teilnehmer während ihres Aufenthalts Geld ausgeben.

Allerdings gibt es auch viel Kritik, da viele der Meinung sind, dass so etwas nicht in die Kategorie „Tourismus“ fällt. Zudem haben es Fahrschulen, die keine Reisepakete anbieten, Probleme mit den Preisen mitzuhalten.

Takao Ikado, Professor an der Takasaki City University of Economics, der sich mit Tourismus auskennt, sagte, dass das Sekretariat der Kampagne und die teilnehmenden Unternehmen noch immer verwirrt seien, da die Kampagne in Eile gestartet wurde.

„Es ist wichtig, dass die Unternehmen davon absehen, fragwürdige Pläne einzuführen, um (der Regierung) nicht den Eindruck zu vermitteln, dass die Kampagne eine Verschwendung von Steuergeldern ist und abgeschafft werden sollte“, sagte Ikado.

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