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Fleischfreie Küche ausprobieren

Immer mehr Japaner probieren veganes Kochen in Zeiten der Pandemie

Eine vegane Kochschule in Japan, die seit April Online-Kurse anbietet, kann sich über großen Zulauf freuen. Viele Menschen probieren in der Selbstisolation die tierfreie Küche aus.

„Wir haben seit März, als die Zahl der ausländischen Touristen, die Japan besuchten, aufgrund der Pandemie stark zurückging und Menschen auf der ganzen Welt zu Hause bleiben mussten, viele Anfragen zu Online-Kursen erhalten“, sagte Akiko Sugawara, Geschäftsführerin und Chefköchin von BentoYa Cooking.

Veganer Unterricht für Ausländer

Die Schule mit Sitz in Yokohama begann 2018 damit, Ausländer in Japan für den Unterricht zu gewinnen und ihnen zu zeigen, wie man japanische Gerichte aus pflanzlichen Zutaten zubereitet, um auf den Boom des Vegetarismus und Veganismus zu reagieren.

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Vegane und vegetarische Gerichte werden auch als eine umweltfreundlichere Ernährungsmöglichkeit angesehen, zum Teil deshalb, weil die Menschen so einen Beitrag gegen die globale Erwärmung leisten, an der die Massentierhaltung nicht unschuldig ist.

Durch die Pandemie hat die Schule nun auf Online-Kurse umgestellt. Die Kurse dauern in der Regel eine Stunde und werden auch in englischer Sprache angeboten.

Die Teilnehmer lernen, wie man typisch japanische Küche wie Sushi, Ramen-Nudeln und Gyoza-Klöße kocht – ohne Fleisch oder Fisch.

Die Teilnehmer lernen auch, wie man aus „Okara“, dem Nebenprodukt bei der Tofu-Herstellung, das bei der Herstellung von Sojamilch übrig bleibt, Sojabohnenpaste herstellt.

Da Zutaten auf pflanzlicher Basis lange haltbar sind, gewinnen sie bei Menschen auf der ganzen Welt an Popularität, die versuchen, die Anzahl der Besuche von Lebensmittelgeschäften wegen der Ansteckungsgefahr zu begrenzen.

Vegane Kochkurse werden immer beliebter

„Wir hatten etwa 30 Schülerinnen und Schüler, die bei unserem Online-Kurs dabei waren“, sagte Rina Ikeda, eine Angestellte des japanischen E-Commerce-Giganten Rakuten Inc., die an Wochenenden Kochkurse gibt.

„Unabhängig davon, ob wir helfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen oder nicht, werden die Kurse so lange fortgesetzt, wie wir Buchungen erhalten“, sagte Ikeda.

Die Teilnehmer zahlen 2.000 Yen (ca. 16,86  Euro) pro Lektion, und ein Teil des Erlöses geht an Katariba, eine in Tokyo ansässige gemeinnützige Organisation, die Jugendliche, die in dieser Krisenzeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, unterstützt.

„Wir würden gerne Menschen unterstützen, die aufgrund des Coronavirus in Schwierigkeiten sind“, so Ikeda.

Die Kochschule plant, professionelle Köche in Japan und im Ausland einzuladen, um ab Mitte Mai „shojin ryori“, die buddhistische vegetarische Küche, zu unterrichten.

Kyodo

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