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HomeNachrichten aus JapanImmer mehr Japaner sind gegen die Olympischen Spiele

Meinung hat sich weiter verschlechtert

Immer mehr Japaner sind gegen die Olympischen Spiele

Mit dem neuen Ausnahmezustand in Japan steigt die Sorge um die Olympischen Spiele. Die Regierung selbst setzt alles daran sie durchführen zu können. Eine neue Umfrage ergab nun jedoch, dass die Bevölkerung immer mehr gegen sie ist.

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Kyodo News veröffentliche am Sonntag die Ergebnisse einer Umfrage zu den geplanten Paralympischen und Olympischen Spiele diesen Sommer in Tokyo. Insgesamt antworten 1041 Personen auf die Befragung. Es zeigte sich dabei, dass 80 Prozent aller Befragten die Spiele verschieben oder gar absagen wollen.

Coronavirus wütet weiter in Japan

35,3 Prozent waren für eine Absage der Spiele und 44,8 Prozent waren für eine Verschiebung. In der letzten Umfrage von Dezember waren es noch 63 Prozent, welche die Spiele verschieben oder absagen wollten.

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Die Antworten spiegeln die derzeitige Situation in Japan wider. Die Infektionszahlen erreichen seit Tagen Rekordwerte und zuletzt gab es drei Tage in Folge mehr als 7.000 neue Fälle. In Tokyo sowie den angrenzenden Präfekturen herrscht deswegen seit Freitag der Ausnahmezustand.

Allgemein ist die Sorge groß, dass die Lage in Japan weiter eskalieren wird, da bereits jetzt die Krankenhäuser an ihrer Belastungsgrenze stehen. Deswegen denken viele, dass es unverantwortlich sei, die Spiele durchzuführen, solange in Japan der Virus nicht eindeutig unter Kontrolle ist.

Nicht nur Olympische Spiele sorgen für Unmut

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Neben den Olympischen Spielen wurde auch nach der Zustimmungsrate des Kabinetts gefragt. Mittlerweile unterstützen es nur noch 41,3 Prozent, was im Vergleich zur Umfrage von Dezember 2020 ein Rückgang von neun Prozent ist. Mit 41,2 Prozent bemängelten die meisten die mangelnde Führung von Premierministers Yoshihide Suga.

Dazu waren 68,3 Prozent mit den bisherigen Coronamaßnahmen der Regierung unzufrieden. Den Ausnahmezustand sahen 79,2 Prozent als zu spät an und 78 Prozent wollten eine Ausweitung von ihm. Auch sahen 46,6 Prozent die Dauer des Ausnahmezustand zu kurz an.

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