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Auch olympische Athleten sind betroffen

Immer mehr japanische Sportler suchen sich psychologische Hilfe

Die Pandemie setzt vielen Menschen mental zu und Hilfsstellen werden regelrecht mit Anfragen überrannt. Auch Sportler haben mit ihrer Psyche zu kämpfen, wie eine Untersuchung von NHK ergab.

Laut dem Sender ist die Zahl der Athleten, die sich psychische Hilfe suchen, seit der Pandemie um mehr als 40 Prozent gestiegen. Erfasst wurden dabei nur Anfragen, die über das Japan Institute of Sports Sciences in Tokyo stattfanden.

Pandemie setzt Sportlern stark zu

Insgesamt meldete das Institut bis zu diesem März 1.152 Fälle von psychologischen Beratungen für Sportler. Im selben Zeitraum im Vorjahr waren es lediglich 798 Fälle. Unter den Betroffenen sollen auch Sportler sein, die als Olympiahoffnungen gelten und dementsprechend einem großen Druck ausgesetzt sind.

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Die meisten Athleten gaben an, dass sie wegen der Pandemie nicht trainieren konnten und sich deswegen Sorgen machen. Einige waren sich dabei unsicher, ob sie unter den derzeitigen Umständen noch Sport betreiben sollten.

Ebenfalls gaben viele an, dass sich Sorgen um die Zukunft der Olympischen Spiele machen, die 2020 verschoben werden mussten und auch dieses Jahr weiterhin unsicher sind. Für die Teilnehmer von Olympia sind die Spiele enorm wichtig, da sie zukünftige Einnahmequellen in Form von Sponsoren sichern.

Olympischen Spiele spalten

Das Institut bestätigt, dass den Sportlern die Unsicherheit um die Spiele zusetzt. Laut ihnen sind viele innerlich zerrissen, da sie einerseits teilnehmen wollen, aber anderseits verstehen sie, dass sie vielleicht nicht sicher genug sind und eine Absage besser wäre.

Aus dem Grund motiviert das Institut dazu die Beratungsstelle zu kontaktieren, wenn es den Menschen psychisch nicht gut geht und sie Rat brauchen. Den Dienst gibt es seit 2002 und er wurde eingerichtet, nachdem sich gezeigt hatte, dass es für Sportler kaum Anlaufstellen für die mentale Gesundheit gibt.

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