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Immer mehr Menschen in Japan lernen die internationale Gebärdensprache

Experten hoffen, dass es dadurch mehr internationale Dolmetscher für Hörgeschädigte geben wird

Angesichts der Paralympischen Spiele in Tokyo 2020 lernen immer mehr Menschen in Japan die internationale Gebärdensprache, um mit hörgeschädigten Menschen aus dem Ausland zu kommunizieren.

Experten erwarten, dass diese Kurse die Kommunikationsstandards und die Fähigkeiten der Freiwilligen in einem Land verbessern, in dem es an Menschen mangelt, die in der Lage sind, qualitativ hochwertige internationale Dolmetscherleistungen für Hörgeschädigte zu erbringen.

Internationale Gebärdensprache wird regelmäßig bei globalen Zusammenkünften von Hörgeschädigten, wie dem Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen, verwendet und ist bei Sportveranstaltungen üblich.

Zahl der Freiwilligen, die die internationale Gebärdensprache lernen, steigt

Die internationale Gebärdensprache ist keine standardisierte Form der Kommunikation, sondern wird als eine sehr variable Art der Kommunikation zwischen zwei Personen beschrieben, denen eine gemeinsame Gebärdensprache fehlt.

Laut Sunada, dem Vertreter der Vereinigung, der auch als Dolmetscher und Lehrer für internationale Gebärdensprachen tätig ist, hat sich die Zahl der Studenten in etwa drei Jahren auf etwa 100 verdreifacht.

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Die Verwaltung der Metropole Tokyo hat ein Programm zur Deckung der Hälfte der Schulgebühren für Personen eingerichtet, die sich mit internationaler Gebärdensprache und amerikanischer Gebärdensprache befassen, die vorwiegend in den USA und von englischsprachigen Kanadiern verwendet wird.

Während 110 Studierende im Jahr 2014 von dieser Unterstützung Gebrauch machten, nutzten 341 diese im Jahr 2018.

Auch in anderen Teilen Japans nehmen die Möglichkeiten zum Erlernen von Gebärdensprache zu.

Die JIIGA plant in Zusammenarbeit mit der Hiroshima City Deaf Society ab dem nächsten Jahr Kurse für internationale Gebärdensprache in der Präfektur Hiroshima anzubieten, um ausländische Reisende an Orte zu führen, die von dem Atombombenangriff im Jahr 1945 betroffen sind.

Das Unternehmen Otomo plant in seinem Sitz in Tokyo, mehrsprachige Führungen für Ausländer anzubieten. Allerdings sucht das Unternehmen noch qualifizierte Dolmetscher und hofft, diesen Dienst in den nächsten fünf Jahren anbieten zu können.

Kyodo

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