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Bike Sharing boomt in Japan

Immer mehr Pendler steigen in Japan aufs Fahrrad um

Da viele Arbeitnehmer in Japan trotz Ausnahmezustand immer noch zur Arbeit pendeln müssen, nutzen immer mehr das Fahrrad um volle Busse und Bahnen zu entkommen.

Am 21. April, zwei Wochen nachdem der Ausnahmezustand in sieben Präfekturen ausgerufen wurde, stieg die Zahl der Fahrradfahrer in den betroffenen Regionen spürbar an.

Viele Arbeitnehmer stiegen aus Angst vor einer Ansteckung auf das Fahrrad um

Laut einem großen Fahrradverkäufer in Tokyo hat die Hälfte der Kunden, die im letzten Monat Cross-Bikes gekauft haben, die für das Fahren in der Stadt geeignet sind, erklärt, sie seien besorgt über die Situation und möchten Fahrräder nutzen, um zur Arbeit zu kommen.

Mehr zum Thema:  47,8 Prozent der Beschäftigen in Japan arbeiten wegen des Coronavirus im Homeoffice

Der Trend zeigt sich auch bei Initiativen zur gemeinsamen Nutzung von Fahrrädern, die im ganzen Land entstanden sind. Ähnlich wie beim Carsharing können sich die Menschen ein Fahrrad mieten und an bestimmten Orten wieder zurückgeben.

Laut Docomo Bike Share Inc. mit Sitz in Tokyo, dem rund 750.000 Mitglieder angehören, waren die Neuanmeldungen pro Tag zwischen dem 1. und 15. April 20 Prozent höher als die Anzahl der täglichen Anmeldungen im März. Obwohl die Gesamtnutzung tatsächlich leicht zurückgegangen ist, verzeichnen sie immer noch einen Anstieg der Erstnutzer.

Der Pressesprecher des Unternehmens erklärte: „Wir glauben, dass die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einen gewissen Einfluss hatte. Es scheint, dass es nicht nur auf den Pendler beschränkt ist, sondern das viele Menschen unsere Fahrräder auch für Lieferungen verwenden.“

Unternehmen ändern ihre Richtlinie

Einige Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht zum Radfahren in Großstädten, immer mehr beginnen jedoch, ihre Richtlinien als Reaktion auf die Pandemie zu ändern.

Auch der Gesundheitsaspekt bekommt neue Beachtung. Am 13. April riet die Japan Cycle Sports Promotion Association: „Wir glauben, dass die Aufnahme von Sonnenlicht und das Einatmen frischer Luft beim Radfahren für die Erhaltung der Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist. Außerdem ist Radfahren eine Möglichkeit zu reisen und gleichzeitig engen Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden.“

Während der Verband das Radfahren im Freien befürwortet, warnt er die Menschen unter anderem, soviel wie möglich allein zu fahren und Abstand zu anderen Radfahrern zu halten.

MA

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