Anzeige
HomeNachrichten aus JapanImmer mehr Städte in Japan stoppen den Austausch mit russischen Partnerstädten

Kritik an der Invasion der Ukraine

Immer mehr Städte in Japan stoppen den Austausch mit russischen Partnerstädten

Immer mehr japanische Städte stoppen den Austausch mit ihren russischen Partnerstädten als Protest gegen die russische Invasion der Ukraine. Viele Städte kritisieren die Invasion offen und schickten Protestbriefe an ihre Partner.

Anzeige

Nach Angaben des Rates der regionalen Behörden für internationale Beziehungen haben 43 Gemeinden in Japan eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Russland. Die meisten wollen ihre Beziehungen aber nicht vollständig abbrechen.

Hiroshima stoppt Feiern zum 50. Jahrestag der Städtepartnerschaft

Die Stadt Hiroshima, die den 50. Jahrestag der Städtepartnerschaft mit Wolgograd im Süden Russlands feiern wollte, erklärte am 9. März, dass sie die ursprünglich für September geplante Entsendung einer Delegation unter Leitung ihres Bürgermeisters absagen werde.

LESEN SIE AUCH:  Hohe Lagerkosten für unbenutzte Abenomask bleiben in Japan ein Problem

„Russlands Invasion der Ukraine und Äußerungen, die darauf hindeuten, dass das Land Atomwaffen einsetzen könnte, verletzen die Gefühle von Hiroshima, das 1945 in der Endphase des Zweiten Weltkriegs einen Atombombenangriff erlitt“, so ein Sprecher der Stadt.

Anzeige

Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo, einer Partnerstadt Moskaus, sagte auf einer Pressekonferenz am 11. März, sie werde die Austauschprogramme zwischen den beiden Städten aussetzen.

Die Stadt Osaka schickte einen Brief an ihre russische Partnerstadt St. Petersburg, in dem sie die Streitkräfte des Landes aufforderte, sich aus der Ukraine zurückzuziehen.

„Eine Invasion von Streitkräften ist völlig inakzeptabel. Wir fordern den schnellstmöglichen Rückzug der Truppen, um der Situation ein Ende zu setzen“, so der Bürgermeister von Osaka, Ichiro Matsui, in dem Brief.

Auch die Stadt Maizuru in der Präfektur Kyoto, die mit Nachodka im Fernen Osten Russlands verbunden ist, kritisierte den Einmarsch Moskaus in die Ukraine. „Die Aggression ist inakzeptabel, weil sie den Frieden und die Stabilität der internationalen Gesellschaft stört“, heißt es in einer Erklärung.

Die Präfektur Tottori und die Stadt Kamo in der Präfektur Niigata haben ähnliche Erklärungen abgegeben. Die Stadt Niigata, die Beziehungen zu Wladiwostok, Chabarowsk und Birobidschan unterhält, sagte die geplante Entsendung einer Delegation in das Land ab.

Ablehnende Haltung der Städte gegenüber einer Forderung der ukrainischen Botschaft

Die ukrainische Botschaft in Japan hat vor kurzen die Städte in Japan dazu aufgefordert, ihre Partnerschaften mit russischen Städten zu beenden.

Viele Städte in Japan kritisierten jedoch das Ersuchen der Botschaft, da sie der Meinung sind, dass sich derartige Interaktionen von denen auf nationaler Ebene unterscheiden.

„Die Interaktionen zwischen den Bürgern bieten einen anderen Kanal. Wir würden die Situation gerne beobachten, ohne etwas zu unternehmen“, so ein Sprecher Stadt Akita, die Beziehungen zu Wladiwostok unterhält.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel