Stats

Anzeige
Home News Immer mehr Unternehmen in Japan motivieren Mitarbeiter zur vorzeitigen Pensionierung

Unternehmen sind zum Mitarbeiterabbau gezwungen

Immer mehr Unternehmen in Japan motivieren Mitarbeiter zur vorzeitigen Pensionierung

Mit der anhaltenden Pandemie und dem zweiten Ausnahmezustand kämpfen Unternehmen in Japan weiterhin mit Problemen. Vor allem immer mehr große Firmen sind zu Maßnahmen gezwungen. Unter anderem versuchen sie die Zahl der Mitarbeiter mit vorzeitigen Pensionierungen zu reduzieren.

Das private Kreditforschungsunternehmen Tokyo Shoko Research bestätigte, dass Firmen vermehrt auf den freiwilligen Ruhestand setzen. Zurzeit planen 21 börsennotierte Unternehmen die Pensionierungen zu fördern.

Mehrere große Firmen fördern frühere Pensionierungen

Charle Co., ein Unternehmen für weibliche Unterwäsche und Kosmetik, gab am 13. Januar bekannt, dass sie die freiwillige Pensionierung bei Angestellten ab 50 Jahren anstreben. An dem Tag wurde der Ausnahmezustand auf sieben weitere Präfekturen ausgeweitet.

Mehr zum Thema:  Japan will mit Kulturgütern nach Corona Touristen anlocken

Kan-Nanmaru Corp, die Izakaya Bars betreiben, wollen insgesamt 80 Angestellte in den frühen Ruhestand schicken. Das große Reiseunternehmen KNT-CT beantragte hingegen freiwillige Pensionierungen für das Schwesterunternehmen Kinki Nippon Tourist Co.

Es wird dabei angestrebt die Zahl der Filialen zu verkleinern und die Zahl der Mitarbeiter in den verbundenen Unternehmen bis 2024 um ein Drittel zu reduzieren. Neben dem Ruhestand sollen Angestellte auch temporär in anderen Unternehmen arbeiten.

2020 baut Rekordzahl an Unternehmen Personal ab

Bereits 2020 wurde vermehrt auf das System gesetzt. Insgesamt gab es 93 Unternehmen, die vorzeitige Pensionierungen nutzten, was ein Anstieg von 2,6 Prozent ist.

Es wird allerdings davon ausgegangen, dass für dieses Jahr die Zahlen noch deutlich steigen werden. Teilweise zeigen sich die Auswirkung der Pandemie erst jetzt und es müssen auch noch die vom zweiten Ausnahmezustand abgewartet werden.

Am häufigsten planten 2020 Bekleidungsunternehmen freiwillige Pensionierungen zu fördern. Dahinter folgten Firmen in der Autoindustrie, Gastronomie, Einzelhandel und Elektronik. Insgesamt wurde angestrebt, dass 18.000 Mitarbeiter durch den frühen Ruhestand gehen. Allgemein gab es 2020 ein Rekord an Unternehmen, die einen Personalabbau anstrebten. Zuletzt lag der Rekord mit 191 Firmen beim Jahr 2009, in dem es zur Wirtschaftskrise kam.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren