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HomeNachrichten aus JapanImmer mehr Zulieferer von Toyota werden Opfer von Cyberangriffen

Angriffe führten bereits zu Produktionsstopps

Immer mehr Zulieferer von Toyota werden Opfer von Cyberangriffen

Immer mehr Zulieferer des größten japanischen Automobilherstellers Toyota werden Opfer von Cyberangriffen.

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TB Kawashima, eine Tochtergesellschaft von Toyota Boshoku, die Stoffe für Sitzbezüge herstellt, meldete, dass ihre Vertriebsgesellschaft in Thailand angegriffen wurde.

Zulieferer und Tochterfirmen meldeten in den letzten Monaten vermehrt Angriffe

Der Cyberangriff bei dem Zulieferer hat zwar keine Auswirkungen auf die Produktion im Werk, allerdings erklärte das Unternehmen, dass möglicherweise Informationen über Mitarbeiter und Geschäftskunden kopiert wurden. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe LockBit.

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Ein Angestellter des Unternehmens entdeckte eine offensichtliche Lösegeldforderung auf dem Computer des Unternehmens, der daraufhin vom Hauptnetz abgeschaltet wurde. Die Angelegenheit wurde bei der thailändischen Polizei gemeldet.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bei Kyoho Machine Works, einer weiteren Tochtergesellschaft von Tokyota, die Autoteile herstellt.

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Der Betrieb des Werks war nicht betroffen, und es gab auch keine Anzeichen dafür, dass Unternehmensdaten gestohlen wurden, so die Behörden. Das Unternehmen plant, sich mit der Polizei der Präfektur Aichi darüber zu beraten, wie es sich in Zukunft besser schützen kann.

Der große Autoteilehersteller Denso meldete, dass seine Anlagen in Deutschland und Mexiko im Dezember 2021 und erneut im darauffolgenden März angegriffen wurden. Dabei wurden Mitarbeiterdaten und Baupläne gestohlen.

Sicherheitsregeln in Werken im Ausland nicht so streng

Das Unternehmen Kojima Press Industry, das mit der Toyota-Gruppe geschäftlich verbunden ist, erlitt Ende Februar einen Systemausfall aufgrund eines Cyberangriffs, sodass alle Toyota-Fabriken in Japan vorübergehend geschlossen werden mussten.

Laut Security-Experten könnten es Hacker insbesondere auf Werke von Zulieferern und Tochtergesellschaften im Ausland abgesehen haben, da die Sicherheitsregeln dort oft nicht so streng sind wie in der Zentrale des japanischen Autobauers.

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