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Streamdienste auf den Vormarsch

Immer weniger Jugendliche in Japan schauen Fernsehen

Fernsehen ist dank der Streamingdienste nicht nur in Deutschland nicht mehr so beliebt. Eine Umfrage in Japan ergab nun, dass immer mehr Jugendliche in Japan gar kein Fernsehen mehr schauen.

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25,7 Prozent der befragten Jugendlichen im Alter bis zu 20 Jahren gaben an, dass sie durchschnittlich 180 oder mehr Minuten Fernsehen pro Tag schauen.

12 Prozent schauen gar kein Fernsehen mehr

Der Anteil ging damit um 30,9 Prozent im Vergleich mit der vorherigen Umfrage 2008 zurück. Am Wochenende schauen nur noch 34,2 Prozent in die Flimmerkiste.

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Der Anteil der Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren, die angaben, überhaupt kein Fernsehen mehr zu schauen stieg auf 12 Prozent. 2008 gaben nur 2,4 Prozent an, gar kein Fernsehen zu sehen.

Das Ergebnis zeigt, dass die Popularität von TV-Sendungen in den letzten zehn Jahren vor allem bei der jüngeren Generation in Japan nachgelassen hat.

Streamingdienste sind für viele attraktiver

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Als Ursache gaben 60,5 Prozent an, dass sie Webseiten wie Netflix attraktiver finden und 57,4 Prozent gaben an, dass Spielen mit dem Smartphone oder der Spielkonsole mehr Spaß macht.

Der Trend, Streamingdienste zu bevorzugen ist auch bei den TV-Sendern in Japan angekommen. Zurzeit testen einige Sender, ob es sich lohnt, ihre Programme auch ins Internet zu übertragen.

56,5 Prozent gaben an, dass sie keinen Grund mehr haben Fernsehen zu schauen, da das Internet weit verbreitet ist. 27,3 Prozent gaben an, dass die Sendungen viel zu langweilig sind und sie sich immer ähnlicher werden, da man ständig die gleichen Entertainer sieht.

Nachrichtensendungen sind das beliebteste Genre des japanischen TV-Programms. 75,8 Prozent gaben an, dass sie die Nachrichten gerne schauen. Allerdings gab es auch hier einen Verlust, denn 2008 waren es noch 81,6 Prozent. Sport steht mit 52,4 Prozent an zweiter Stelle, Drama mit 42,6 Prozent an dritter Stelle. Anime werden allgemein lieber online geschaut.

TJT

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