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Mehr Menschen ziehen weg und wenige neue kommen dazu

Immer weniger Menschen zieht es nach Tokyo

Eigentlich gilt Tokyo als die japanische Stadt schlechthin und viele Menschen zieht es aus den verschiedensten Gründen in die Metropole. Doch immer mehr Menschen ziehen aus Tokyo weg und deutlich weniger rücken nach.

Daten des Innenministeriums vom Juli zeigen, dass in dem Monat die Abwanderung und der Zuwachs noch nie so unausgeglichen war. 2.522 Menschen sind mehr weggezogen als zugewandert. Das ist seit Beginn der Rechnung Juli 2013 ein neues Rekordhoch.

Mehr Menschen ziehen weg als hinzu

Auch im Mai war die Zahl bereits sehr hoch und die Zahl der Abwanderer übertraf die Zuwanderer mit 1.069 Personen. Insgesamt zogen um Juli 31.257 Menschen laut dem Aufenthaltsregister aus der Hauptstadt weg.

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Im Vergleich zum Vorjahr ist das zwar fast der gleiche Wert. Allerdings kamen nur 28.735 neue Bewohner hinzu, was ein Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zu 2019 ist. Bisher überstieg die Zahl der Zuwanderer immer die Nummer Abwanderer. Seit April diesen Jahres ist es zum ersten Mal seit Aufzeichnungsbeginn andersherum.

In den Präfekturen neben Tokyo gab es hingegen einen Zuwachs. Ibaraki, Chiba und Gunma verzeichnetet mehr neue Bürger als Abwanderer. Aus Chiba zogen 20 Prozent weniger weg als im Vorjahr.

Pandemie sorgt für Umdenken

Grund für die Zahlen ist vermutlich der Coronavirus. In der Hauptstadt wütete der Virus am stärksten und es gibt täglich weiterhin viele Neuinfektionen. Menschen aus anderen Gebieten könnten deswegen abgeschreckt werden jetzt in die Stadt zu ziehen.

Dazu kommt der vermehrte Einsatz von Telearbeit. Menschen können nun bequem von zu Hause arbeiten und müssen dafür nicht extra nach Tokyo ziehen. Das Gleiche gilt für zahlreiche Studenten, die dank digitalem Unterricht weiterhin außerhalb bei ihren Eltern wohnen können.

In der Zukunft wird es vermutlich die starke Abwanderung anhalten. Es gibt aufgrund der Telearbeit ein Umdenken in der Arbeitswelt und besonderes junge Menschen wollen lieber in ländliche Gegenden ziehen, wo sie nun mehr Freiheiten in ihrem Beruf haben.

Ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen

Yutaka Okada vom Mizuho Research Institute bestätigte die Vermutung, dass Telearbeit große Auswirkungen auf Jobsuche und den Wohnort hat. Er ist sich deswegen sicher, dass auch weiter mehr Menschen aus Tokyo wegziehen als hinzukommen.

Auch in anderen Großstädten gibt es ähnliche Entwicklung. In Kanagawa gab es ein Minus an 678 Einwohner im Juli und Aichi 587 Personen. Das zeigt, dass auch in anderen Regionen die Menschen wieder lieber abseits der großen Städte leben wollen. Dafür verzeichnen Hokkaido einen Zuwachs von 1.534 Personen. Osaka kommt auf ein Plus von 1.036 Personen und Fukuoka auf 747 Menschen.

TAS

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