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Große Impfbereitschaft

Impfzentrum für junge Menschen in Tokyo wird überrannt

Kyodo: Japans Hauptstadt Tokyo hat am Samstag ein Impfzentrum für junge Menschen eröffnet, allerdings können in dem Zentrum pro Tag nur 300 Menschen geimpft werden.

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Dies hat dazu geführt, dass tausende Menschen vor dem Zentrum warteten, um eine Impfung gegen das Coronavirus zu bekommen. Die Termine wurden nicht, wie sonst üblich, per Terminvergabe vergeben, sondern es galt das Motto: „Wer zuerst kommt, der malt auch zuerst.“

Schlange vor dem Impfzentrum über einen Kilometer lang

Das Impfzentrum steht in der Nähe des Bahnhofs Shibuya und sollte um 9 Uhr morgens öffnen. Wegen des Andrangs entschied die Stadtverwaltung jedoch, es bereits 40 Minuten früher aufzumachen. Allerdings hatte sich da bereits eine Menschenschlange gebildet, die über einen Kilometer lang war.

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Insgesamt warteten 2.226 Menschen in der Hoffnung, geimpft zu werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung konnten 354 geimpft werden.

Auch Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike zeigte sich überrascht von diesem Andrang, mit dem niemand in der Stadtverwaltung gerechnet hatte.

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Auf einer Pressekonferenz sagte Koike: „Wir entschuldigen uns bei den Menschen, die sich nicht impfen lassen konnten. Da sich so viele Menschen versammelt haben, sind die jungen Leute sehr motiviert, sich impfen zu lassen.“ Sie fügte hinzu, dass in Tokyo drei weitere Impfstellen für junge Leute eingerichtet werden sollen, für die man sich anmelden muss.

Verlosung sollte Abhilfe schaffen

Um einen erneuten Andrang zu vermeiden, hatte die Stadtverwaltung am Samstag zwischen 9 und 10:30 Uhr damit begonnen, Lose zu verteilen, und die Gewinnzahlen wurden dann um 11:30 Uhr in den sozialen Medien bekanntgegeben. Allerdings konnte auch diese Maßnahme nicht verhindern, dass mehr Menschen vor Ort als Impfdosen vorhanden waren.

Die japanische Regierung und besonders Tokyo haben vor Wochen damit begonnen, junge Menschen dazu aufzufordern, sich impfen zu lassen. Allerdings ist nicht ausreichend Impfstoff vorhanden und einen Impftermin zu bekommen, gestaltet sich auch als sehr schwierig. Trotzdem sieht die Politik eine gewisse Impfablehnung gerade bei Menschen jüngeren Alters in Japan und gibt ihnen die Schuld an der erneuten Ausbreitung des Virus.

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