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Problem für viele Einrichtungen

In Japan warten immer weniger Kinder auf einen Platz im Kindergarten

In Japan warten immer weniger Kinder auf einen Kindergartenplatz, wie eine aktuelle Erhebung zeigt. Laut den Daten standen im vergangenen Frühjahr in 60 Gemeinden nur noch halb so viele Kinder auf den Wartelisten wie im Jahr zuvor. Insgesamt warteten in diesem Jahr 782 Familien auf einen Platz, im vergangenen Jahr waren es noch 2.013, landesweit waren es insgesamt 5.634.

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Der Rückgang ist zum Teil auf die immer stärker sinkende Geburtenrate in Japan zurückzuführen sowie auf die gesunkene Nachfrage während der Pandemie, da viele Einrichtungen geschlossen hatten.

Zahl der „versteckten Kinder“ weiterhin hoch

Allerdings blieb die Zahl der sogenannten „versteckten Kinder“ auf Wartelisten mit 41.235 auch bei der jüngsten Erhebung hoch, was darauf hindeutet, dass sorgfältigere Maßnahmen im Bereich der Tagesbetreuung erforderlich sind.

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Als „versteckte Kinder“ sind diejenigen gemeint, die eigentlich nicht auf einer Warteliste stehen, aber dennoch einen Platz benötigen, wenn Eltern ihren Erziehungsurlaub verlängern, weil sie keinen Platz in einer Einrichtung ihrer Wahl bekommen.

Finanzielle Belastung der Kindergärten steigt

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Bereits jetzt haben immer mehr Kindergärten zu wenig Kinder, die sie betreuen, was dazu führt, dass die finanziellen Mittel schrumpfen.

Die Sorge um die Finanzen rührt zum Teil daher, dass die Zuschüsse der Regierung und der lokalen Behörden zur Deckung der Betriebskosten nicht nach der maximalen Kapazität für Kinder, sondern nach der tatsächlichen Zahl der angemeldeten Kinder gezahlt werden.

Kindertagesstätten werden mit Erzieherinnen und Erziehern entsprechend ihrer maximalen Kapazität besetzt, so dass die Personalkosten für die Weiterbeschäftigung und andere Kosten die Finanzen der Einrichtung belasten können. Dies könnte dazu führen, dass sie ihre maximale Kapazität für Kinder reduzieren müssen.

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