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In Japan werden viele ausländische Kinder fälschlicherweise als geistig behindert eingestuft

IQ-Tests oft nur auf Japanisch und zu schwer

Viele ausländische Kinder, die in Japan eine Sonderschulausbildung bekommen, wurden fälschlicherweise als geistig behindert eingestuft.

In allen öffentlichen Grund- und Mittelschulen in 25 japanischen Städten mit einer großen Anzahl ausländischer Einwohner, sind mehr als das Doppelte aller Schüler, die in Sonderschulklassen unterrichtet werden, ausländische Kinder.

Hoher Anteil an ausländischen Schülern in Sonderschulklassen

Eine vom Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie im Februar 2017 durchgeführte Umfrage ergab, dass 5,37 Prozent der ausländischen Kinder in Sonderschulklassen unterrichtet werden.

Die Ergebnisse beruhen auf Kindern, die ab Mai 2016 Sonderschulklassen besuchten. Das Bildungsministerium hatte die Umfrageergebnisse nicht veröffentlicht und nicht offengelegt, dass es die Umfrage durchgeführt hatte. Es sagte, dass es sich nur um eine interne Umfrage in einigen Gemeinden handele.

In allen 25 Städten war der Anteil an ausländischen Schülern in Sonderschulklassen höher als im japanischen Durchschnitt.

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Ausländische Schüler stellen viele japanische Schulen vor Herausforderungen

IQ-Test zu schwer und nur auf Japanisch

Ob ein Schüler in eine Sonderschulklasse kommt, hängt von mehreren Kriterien ab, einschließlich eines IQ-Tests. Da dieser Test allerdings in der Regel auf Japanisch durchgeführt wird, weisen Experten darauf hin, dass die ausländischen Kinder bei ihren IQ-Tests nur geringe Punktzahlen hatten, weil sie kein Japanisch sprechen und lesen könnten.

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Soja sagte zu den Vorwürfen: „Die Einschreibung in Sonderschulklassen ist das Ergebnis der Bewertung von ausländischen Schülern auf die gleiche Weise wie bei japanischen Schülern, aber wir erkennen, dass die hohe Rate an ausländischen Schülern im Sonderschulbereich etwas ist, das angesprochen werden muss. Wir werden die Ergebnisse analysieren. “

Yu Abe, der Direktor der Yotsuya Yui-Klinik in Tokyos Shinjuku-Abteilung, die IQ-Tests nicht nur auf Japanisch, sondern auch auf Spanisch und Portugiesisch durchführt, weist darauf hin, dass ähnliche Fragen wie „Wer hat das Kamakura-Shogunat gegründet?“ und „Wann ist das Tanabata Festival?“ die Testteilnehmer benachteiligen, die mit der japanischen Kultur nicht vertraut sind.

Japans Premierminister Shinzo Abe sagt: „Es ist schwierig festzustellen, ob eine Behinderung, ein Problem der Japanischkenntnisse oder eine Kombination dieser Ursachen vorliegt. Ich hoffe, dass Pädagogen die Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler erweitern.“

Quelle: MA

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