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Leben mit dem Coronavirus

In Japan wird 2G zur neuen Normalität

Japan lockert seine Corona-Maßnahmen immer mehr und konzentriert sich auf 2G, um erneute Einschränkungen zu vermeiden, sollte es zu einer neuen Infektionswelle kommen.

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Der Unterausschuss der japanischen Regierung, der sich mit der Pandemie befasst, sagte am Dienstag, dass es dank eines sogenannten „Impfstoff-Testpakets“ keine erneuten Beschränkungen für Lebensmittelbetriebe und Veranstaltungen geben werde. Auch dann nicht, wenn Japan sich in einem Ausnahmezustand befände.

Japan setzt auf 2G

Dieses Paket, das die Maßnahmen in Japan weiter lockern wird, soll am Freitag beschlossen werden. Damit würden weitreichende Änderungen in der Art und Weise, wie die Menschen während einer Infektionswelle am öffentlichen Leben teilnehmen, kommen.

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Das System soll den Ausbruch einer weiteren Infektionswelle verhindern, allerdings auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft während eines Anstiegs der Infektionen klein halten.

Ziel der Regierung ist es, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, die unter der Pandemie stark gelitten hat, insbesondere durch die Stärkung der Lebensmittel-, Reise-, Unterhaltungs- und einiger anderer Branchen.

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Da Experten davon ausgehen, dass im Winter eine weitere Infektionswelle ausbrechen wird, versucht die Regierung, diese Stärkung noch davor zu erreichen.

Das „Impfstoff-Testpaket“ soll außerdem helfen, dass ungeimpfte Menschen nicht diskriminiert werden. Daher gilt, dass Angehöriger dieser Personengruppe einen Nachweis erbringen müssen, dass sie nicht mit dem Virus infiziert sind. Ansonsten gilt ein Impfnachweis. Schulen sind von den sogenannten 2G-Regeln allerdings ausgenommen.

Kaum noch Beschränkungen, auch während eines Ausnahmezustands

Wenn 2G umgesetzt wird, gibt es keine Beschränkungen in Bars und Restaurants, auch nicht für größere Personengruppe und der Alkoholausschank wird auch nicht mehr eingeschränkt werden.

Für Restaurants ein gutes Signal, immerhin litten sie in den vergangenen 23 Monaten besonders unter den Corona-Maßnahmen. Ihre Geschäftszeiten wurden stark eingeschränkt und der Ausschank von Alkohol wurde nur unter bestimmten Bedingungen zugelassen. Allerdings kämpfen sie auch nach dem Ausnahmezustand mit Problemen, denn die Menschen sind weiterhin vorsichtig.

Auch wenn sich alles sehr gut anhört und Japan einen sehr starken Rückgang der Corona-Infektionszahlen erlebt, geht die Regierung mit den Lockerungen der Maßnahmen auch ein Risiko ein.

Denn die 2G-Regeln müssen auch umgesetzt werden, nicht nur auf dem Papier, sondern in der Realität. Zudem ist ein geimpfter Mensch nicht immun gegen das Coronavirus. Sollte das Virus mutieren, könnte der Impfschutz komplett hinfällig werden, die gelockerten Maßnahmen dann wieder zurückzuziehen, dürfte für die japanische Regierung schwierig werden.

Menschen zum Impfen bewegen

Die Impfkampagne wird im November abgeschlossen sein, dann sollten eigentlich alle Menschen in Japan, die sich impfen lassen wollen, geimpft sein. Die Boosterimpfung soll am 1. Dezember starten.

Die Behörden versuchen ,mit den angekündigten Lockerungen auch die Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, dazu zu bringen, ihre Meinung zu ändern. Auch dies ist ein Grund, wieso das Land auf die 2G-Regeln setzt.

Die „Go-To-Travel“ Reisesubvention könnte dabei helfen, denn wenn Reisen wieder subventioniert werden würden, könnte dies impfunwillige Menschen dazu bringen, sich doch impfen zu lassen.

Für alle anderen Menschen bedeuten die Maßnahmen eine neue Realität, um sich trotz des Coronavirus nicht zu sehr einschränken zu müssen.

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