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In Osaka sollen Erwachsene mit Minderjährigen schlafen dürfen, wenn es wirklich Liebe ist

Präfektur schlägt verschiedene Gesetzesanpassungen vor

In Japan sind Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen schon lange ein sehr diskutiertes Thema. Besonders die Rechtslage lässt sehr viel Freiraum zu, weswegen sie immer wieder kritisiert wird. Vor allem Osaka wies bis jetzt ein eher fragwürdiges Gesetz auf, was sie jetzt allerdings ändern wollen. Nach bisherigen Ideen soll der sexuelle Kontakt zwischen Minderjährigen und Erwachsenen nur noch in Ordnung sein, wenn wirklich Liebe im Spiel ist.

Die bisherige Verordnung zur gesunden Jugendentwicklung in der Präfektur Osaka besitzt tatsächlich ein Verbot. Laut der Regelung sind unanständige Handlungen zwischen Personen unter 18 Jahren und Erwachsenen nicht erlaubt. Allerdings gibt es keine Bestrafung, wenn jemand sich nicht an die Verordnung hält. Es gibt nur eine strafrechtliche Verfolgung, wenn die minderjährige Person bedroht oder anderweitig manipuliert wurde.

Vorschläge stellen keine Verbesserung dar

Bei der letzten Präfekturversammlung von Osaka wurde nun allerdings über mögliche Gesetzesänderungen gesprochen. Auf den anschließenden Februarsitzungen veröffentlichten sie einige Vorschläge für Anpassungen. Unter anderem wird vorgeschlagen, dass unanständige Handlungen allgemein bei Minderjährigen erlaubt sind, wenn es nur um die Befriedigung von sexuellem Verlangen geht.

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Ein weiterer Vorschlag hört sich gar noch absurder an. So soll jede romantische Form zwischen Erwachsenen und Minderjährigen verboten sein, wenn nicht eine ernsthafte Beziehung dahintersteht. Wie Behörden feststellen sollen, ob es sich um eine ernsthafte Beziehung handelt, wurde nicht definiert. Viele bezweifeln dabei, dass es überhaupt möglich ist, rechtliche Kriterien für Beziehungen festzulegen und sind von den Vorschlägen empört.

Es scheint keine wirkliche Verbesserung der Rechtslage zu sein, sondern nur noch eine weitere Lücke für Straftäter. Ob die Änderungen wirklich Teil einer Gesetzesänderung werden, bleibt jedoch abzuwarten, bis jetzt sind es nämlich nur Vorschläge. Eine Veränderung wäre jedoch wünschenswert, denn Osaka ist die Präfektur mit den wenigsten Anklagen zu diesen Strafen und der Grund dafür ist vermutlich die Gesetzeslage.

Yomiuri Shimbun

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