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In Recyclingpapier entdeckte Haare zeigen Ernährungsweise in der Edo-Zeit

Ein Forschungsteam der Ryukoku Universität und anderer Institutionen untersuchten menschliche Haare in Recyclingpapier aus Edo-Periode (1603 bis 1867) und stellen so die Ernährungsweise der Menschen aus dieser Epoche fest.

Bisher sind sich die Forscher nicht sicher, ob das Haar versehentlich oder bewusst in dem Recyclingpapier landete. Einige Forscher gehen davon aus, dass das Haar möglicherweise aus Versehen im Zellstoff landete, den die Menschen bei der damals modernen Recycling-Methode verwendeten. Andere meinen, dass die Papiermacher das Haar bewusst in die Fasern mischten zur Stärkung ihrer Produkte.

Welche Gründe es auch immer gab, das Veröffentlichungsdatum der Bücher ermöglicht eine genaue Bestimmung des Zeitrahmens in der Edo-Periode und der damaligen Nahrung. Das Forschungsteam analysierte die Verhältnisse der Isotope von Kohlenstoff und Stickstoff in den 130 Haaren, die man in Büchern aus der Zeit fand. Damit konnten sie die damals vorherrschenden Ernährungsgewohnheiten untersuchen. Laut den Forschern zeigen die Ergebnisse, dass der Anteil an Seefisch in der japanischen Ernährung seit 1700 über einen Zeitraum von 200 Jahren allmählich zunahm.

Ernährungsgewohnheiten der Edo-Zeit

Den Anstieg an Seefisch in der Nahrung führen die Forscher auf verbesserte Fangtechniken zurück, die den Menschen größere Fänge an Hering und anderen Fischen einbrachten. Außerdem neigten die Menschen in Edo, dem heutigen Tokyo, dazu, im Vergleich zu anderen Regionen mehr Getreide als Reis zu konsumieren. Dabei bevorzugten sie den weißen Reis vor dem braunen. Darüber hinaus verzehrten die Einwohner von Edo möglicherweise auch Hirsearten wie „hie“ und „awa“.

Laut den Forschern deutet der Verzehr von anderen Körnern auf ein Verständnis der Bewohner über die gesundheitsfördernde Wirkung der Nahrung hin. So schützten eben jene Körner, reich an Vitamin B1, die Menschen dieser Epoche vor Beriberi. Dies war eine der sogenannten Edo-Krankheiten, die sich in Mangelernährung begründet. Einer der Forscher sagte, dass er gerne im Detail untersuchen möchte, ob sich die Ernährung der Menschen nach einer Hungersnot oder anderen großen Ereignissen veränderte.

Quelle: Asahi Shimbun

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