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Indonesier erhebt Klage gegen japanisches Unternehmen

Ein Indonesier, der eigentlich im Rahmen eines Traineeprogramms in Japan arbeiten sollte, hat nun Anklage erhoben. Ricky Amrullah war zurückgeschickt worden, weil er keine ausreichenden japanischen Sprachkenntnisse vorweisen konnte.

Laut seiner Beschwerde kam Amrullah im Januar 2018 nach Japan und sollte auf einer Fischfarm in der Stadt Higashihiroshima arbeiten. Zudem nahm er an einem Japanisch-Kurs teil, den die Genossenschaft, der die Fischfarm angehört, anbietet. Im Februar unterschrieb er einen auf drei Jahre befristeten Arbeitsvertrag bei der Firma.

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Doch nur kurze Zeit später wurde Amrullah von der Genossenschaft aufgefordert, aufgrund „unzureichender japanischer Sprachkenntnisse“ nach Hause zurückzukehren. Seinen Aussagen zufolge habe er immer wieder die Absicht geäußert, weiter an dem Sprachprogramm teilzunehmen und seine Kenntnisse der japanischen Sprache so zu verbessern. Die Genossenschaft hingegen sagt, seine Behauptung „scheint nicht den Tatsachen zu entsprechen.“

Nun hat Amrullah Klage eingereicht. Er fordert eine Entschädigung für den dreijährigen Lohn, den er erhalten hätte, und zudem für die psychische Belastung, der er ausgesetzt gewesen sei. Amrullah sagte auf einer Pressekonferenz, dass er sich von der Genossenschaft betrogen fühle und betonte, dass er immer noch in Japan arbeiten wolle.

Das Traineeprogramm gibt es seit 1993, es ist ein Regierungsprojekt. Sein vordergründiges Ziel war es, Menschen aus Entwicklungsländern in Japan technische Fähigkeiten beizubringen. Nach der Rückkehr in ihr Land sollten die Menschen das gewonnene Wissen auch zu Hause anwenden können. Das Programm steht jedoch vielfach in der Kritik, weil ihm vorgeworfen wird, mit dieser Methode nur billige Arbeitskräfte für japanische Firmen gewinnen zu wollen.

Quelle: kyodo

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