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Fotomotiv unattraktiv gemacht

Instagram-User sorgen für Probleme in Chibafornia

In der japanischen Stadt Sodegaura, in der Präfektur Chiba, gibt es eine Straße, die „Chibafornia“ genannt wird, da sie Ähnlichkeiten mit der Westküste der USA aufweist. Die Straße heißt eigentlich Kai­hin-Koen-Stras­se und ist bei Instagram-Usern beliebt, denn die kilometerlange gerade Strecke vor einem Hintergrund von blauen Wassers und Palmen, eignet sich perfekt für ein Instagram-Foto.

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Die schiere Masse an Menschen, die direkt auf der Straße parkten und auch von der Straße aus fotografierten, sorgten immer wieder für Verkehrsprobleme.

Stadtverwaltung machte „Chibafornia“ für Instagram-Nutzer unattraktiv

Auf Instagram gibt es viele Posts mit Bildern von der Region, viele Bilder zeigen Autos und Motorräder vor den Palmen von „Chibafornia“.

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Allerdings nahmen die Touristen keine Rücksicht auf die Menschen der Stadt und so häuften sich die Beschwerden. Laut einer Erhebung der Stadtverwaltung kam es zwischen 2018 und 2022 zu insgesamt 14 Unfällen mit Verletzten, ein Unfall endete tödlich.

Im Jahr 2021 nahm die Zahl der fotoversessenen Menschen noch mehr zu. An Feiertagen, mit schönem Wetter, war die Straße voll mit geparkten Autos.

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Ende März begann die Stadtverwaltung, um 40 der 98 Palmen ein knallgelbes Tuch zu wickeln, um es als Fotomotiv unattraktiv zu machen. Auf dem Tuch steht mit großen schwarzen Lettern: „Parken verboten“ und „Fotografieren auf der Straße verboten.“

„Wir haben darüber nachgedacht, die Bäume zu fällen, aber wir wollten erst einmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln“, so ein Sprecher der Stadt. „Es war eine schwierige Entscheidung, weil es die Landschaft verschandelt, aber wir hatten keine andere Wahl“.

Maßnahmen zeigen Wirkung

Die Maßnahme zeigt mittlerweile Wirkung, die Zahl der falsch geparkten Autos geht seitdem kontinuierlich zurück.

„Früher gab es an Wochentagen 20 bis 30 geparkte Autos, aber jetzt hat sich die Zahl selbst an sonnigen Tagen auf einige wenige reduziert“, so der Sprecher. „Wir wollen den Platz als touristische Ressource nutzen, aber die Sicherheit steht an erster Stelle. Bitte achten Sie auf Ihr Benehmen, wenn Sie Fotos machen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Touristen für Ärger sorgen, im Jahr 2019 wurde eine kleine Bahnstation von Touristen überrannt, da sie einem Setting aus einem Ghibli-Film glich.

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